Studie warnt vor Euro-Fehlern
Haufenweise Fehler bei der Umrechnung zwischen dem Euro, der Deutschen Mark und allen anderen europäischen Währungen sagt die Marktforschungs- und Beratungsgesellschaft Giga Information Group Inc. (Cambridge, Massachusetts/ USA) voraus.
Die Auguren haben nämlich herausgefunden, daß die meisten heutigen Tabellenkalkulationsprogramme in vielen Fällen Fehler bei der Euro-Berechnung aufweisen. Schlimmer noch: Die Falschberechnungen treten vornehmlich bei großen Summen auf, so daß die Auswirkungen besonders gravierend sind, heißt es in der Giga-Analyse "Spreadsheets and Euro Conversion Rules Compliance: Beware!".
Zwar lassen sich die korrekten Formeln in die Kalkulationsprogramme eingeben, so daß sie den offiziellen Regeln der Euro-Umrechnung genügen, räumt Giga ein. Das Ergebnis ist aber dennoch nicht in allen Fällen richtig, behaupten die Marktforscher.
Fehler treten regelmäßig bei der Umrechmumg zwischen zwei europäischen Währungen über den Euro als Zwischenwährung auf. Giga gibt ein Beispiel: Die Summe 123456789123 wird korrekt in Euro mit drei Dezimalstellen umgerechnet, wenn es sich dabei um italienische Lira handelt. Liegt dieselbe Zahl jedoch als irische Pfund vor, wird die Euro-Summe nur mit zwei Nachkommastellen ausgerechnet - was einen klaren Verstoß gegen die von der EU zugelassenen Konvertierungsregeln darstellt.
Unternehmen umd Verbraucher sollten nicht "blind den Versicherungen der Softwarehersteller glauben, daß die Programme 'eurofähig' sind", rät Giga-Analystin Martha Bennett.
Die "Euro-ready"-Plakette bedeute häufig nicht mehr, als daß die Software den von der Europäischen Kommission vorgeschriebenen Minimalanforderungen genüge. Diese seien aber in der Praxis oft nicht ausreichend, erläutert Bennett das Problemfeld.
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