Solidarität im Netz
Unter dieser Überschrift ging der Rechtsstreit zwischen dem Kleinunternehmer Michael Best und dem Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel, Aufsichtsratsvorsitzender des Software-Herstellers TopWare durch den Blätterwald.
Ausgangspunkt war die Domain Emergency.de, die Best für ein lokales Notrufinformationssystem reserviert hatte.
Topware forderte Best auf, die Domain herauszugeben, da man Titelschutz für den Begriff "emergency" für ein
Computerspiel erworben und damit automatisch Anspruch auf die Domain "emergency.de" habe.
Best legte daraufhin aus Zorn einen Link zu einer Steinhöfel-Satire-Seite.
Am 12. Mai 1998 wurde der Klage von Steinhöfel vor dem Landgericht Hamburg
stattgegeben, der Best wegen Rufschädigung und Beleidigung verklagt hatte.
Die Konsequenz: Best muß die Kosten des Verfahrens und eine Strafe zahlen - insgesamt rund 40 000 Mark.
Am 15. Juni 1998 endet die Berufungsfrist für das Verfahren zum Thema Link.
Michael Best kann nur in die Berufung gehen, wenn er finanzielle Unterstützung erhält. Dazu wurde die
Initiative gegründet, die um Spenden für Best sucht - nach dem Motto: Einer für alle, alle für einen. Durch Buttons und Bannern kann man sich solidarisch erklären. Spenden sind natürlich auch willkommen.
Daraus folgt in der Praxis, auch wenn in Deutschland kein "case-law" mit Referenzurteilen gilt, daß jeder, der einen Link setzt, sich automatisch dessen Inhalte zu eigen macht und Gefahr läuft, dafür belangt zu werden.
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