• IT-Karriere:
  • Services:

Elektromobilität: Elektroautos sind nicht klimafreundlicher als Benziner

Autos mit Verbrennungsmotoren bieten mehr Potenzial zum Einsparen von Kohlendioxidemissionen als Elektroautos, hat das Freiburger Ökoinstitut ausgerechnet: Durch verbesserte Benzinmotoren könnte der Ausstoß bis 2030 um 25 Prozent gesenkt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektroauto mit Ladestecker: Wann wird geladen und mit welchem Strom?
Elektroauto mit Ladestecker: Wann wird geladen und mit welchem Strom? (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Elektroautos gelten gemeinhin als umweltfreundlich. Falsch, sagt das in Freiburg ansässige Ökoinstitut. Das Institut warnt davor, dass die Elektromobilität das Klima sogar mehr belastet. Viel mehr Emissionen ließen sich mit effizienteren Verbrennungsmotoren einsparen.

Stellenmarkt
  1. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München
  2. Energie Südbayern GmbH, München

Optimierung der Umweltentlastungspotenziale von Elektrofahrzeugen, kurz : Optum, heißt die Studie, die das Ökoinstitut im Auftrag des Umweltministeriums durchgeführt hat. Das Institut geht davon aus, dass der Anteil an Fahrzeugen mit alternativem Antrieb im Jahr 2030 bei etwa 14 Prozent liegen wird. "Bei den neu zugelassenen Fahrzeugen kann der Anteil sogar rund 30 Prozent betragen. Den Großteil machen dabei nach unseren Berechnungen die Plugin-Hybriden aus", erklärt Florian Hacker, Wissenschaftler am Ökoinstitut.

Nicht per se klimafreundlich

Die Tatsache, dass die Elektroautos selbst emissionsfrei seien, bedeute jedoch nicht, dass sie automatisch das Klima weniger belasteten. "Die Klimabilanz von Elektrofahrzeugen ist nur dann ausgewogen, wenn zusätzliche Kapazitäten erneuerbarer Energien in den Strommarkt gebracht werden", schreiben die Freiburger. Klimaschutz gebe es "nur mit zusätzlichen erneuerbaren Energien."

Bis 2030 wird der Strombedarf durch die Elektroautos um etwa elf Terawattstunden ansteigen. Das entspricht etwa zwei Prozent des gegenwärtigen Stromverbrauchs in Deutschland. Kommt der nicht aus regenerativen Quellen wie Wind-, Sonnen- oder Wasserkraftwerken, werden die Autos mit Strom aus Kohle- oder Gaskraftwerken geladen - und der Vorteil der Autos ohne Kohlendioxidemissionen sei dahin.

Keine weiteren Lastspitzen erzeugen

Wichtig für den Klimaschutz werde dabei nicht nur die Frage, wie der Strom erzeugt werde, sondern auch, wann er gebraucht werde. Lüden etwa alle Fahrer ihre Autos abends nach der letzten Fahrt, entstünden Lastspitzen in Zeiten, in denen ohnehin viel Strom gebraucht werde.

Deshalb seien Systeme für das Lademanagement unerlässlich, die das Aufladen der Akkus in Nebenzeiten verschieben, in denen zudem der Strom günstiger ist, oder in Zeiten, in denen viel regenerative Energie wie Strom aus Windanlagen zur Verfügung steht. "Mit Lademanagement können die Elektrofahrzeuge gut in den Strommarkt integriert werden und auch in einigen Situationen von überschüssigem Wind- oder Solarstrom profitieren", sagt Charlotte Loreck, Expertin für Strommarktfragen am Ökoinstitut.

Sechs Prozent weniger Kohlendioxid

Bis zum Jahr 2030 könnten durch Elektroautos rund 5,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger emittiert werden als bei einem Szenario ohne Elektrofahrzeuge. Das entspreche einer Verringerung der Belastung durch den Pkw-Verkehr bis 2030 um rund etwa sechs Prozent.

Aber, so die Studie des Ökoinstituts, mit Autos mit Verbrennungsmotoren ließen sich viel mehr Emissionen einsparen: "Werden benzinbetriebene Fahrzeuge bis zum Jahr 2030 deutlich effizienter, können diese allein die Treibhausgasemissionen des Pkw-Verkehrs um 25 Prozent reduzieren", sagt Hacker.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Cashback-Aktion von MSI)
  2. 79€ (Bestpreis mit Saturn)
  3. (u. a. Logitech G402 Hero für 39€ und G502 Lightspeed für 85€)
  4. (u. a. PX701HD für 414€ statt 483,14€ im Vergleich)

kdb_hyb 11. Feb 2012

@Robert0 > " Eigentlich sind steuerbare "Mittelverbraucher" und "Speicher" wie E-Autos...

kdb_hyb 11. Feb 2012

Nach Berechnungen grosser Batterie-Hersteller beträgt die Umweltbelastung für die...

hanfman1950 03. Feb 2012

Leute wisst ihr wie ein Atomkraftwerk versichert ist nämlich gar nicht (das ist übrigens...

teleborian 02. Feb 2012

Wie sieht es eigentlich mit der Strom Überproduktion aus? Offenbar leidet z.B. die Axpo...

teleborian 02. Feb 2012

Produktion, Reparaturen, Ölverbrauch, etc. mit eingerechnet? Produktion/Reparaturen von...


Folgen Sie uns
       


Asus Zephyrus G14 - Hands on (CES 2020)

Das Zephyrus G14 von Asus ist ein Gaming-Notebook, das nicht nur gute Hardware bietet, sondern ein zusätzliches LED-Display auf der Vorderseite. Darauf können Nutzer eigene Schriftzüge, Logos oder Animationen anzeigen lassen.

Asus Zephyrus G14 - Hands on (CES 2020) Video aufrufen
Login-Dienste: Wer von der Klarnamenpflicht profitieren könnte
Login-Dienste
Wer von der Klarnamenpflicht profitieren könnte

Immer wieder bringen Politiker einen Klarnamenzwang oder eine Identifizierungspflicht für Nutzer im Internet ins Spiel. Doch welche Anbieter könnten von dieser Pflicht am ehesten einen Vorteil erzielen?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Europäische Netzpolitik Die Rückkehr des Axel Voss
  2. Mitgliederentscheid Netzpolitikerin Esken wird SPD-Chefin
  3. Nach schwerer Krankheit FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz gestorben

Generationenübergreifend arbeiten: Bloß nicht streiten
Generationenübergreifend arbeiten
Bloß nicht streiten

Passen Generation Silberlocke und Generation Social Media in ein IT-Team? Ganz klar: ja! Wenn sie ihr Wissen teilen, kommt am Ende sogar Besseres heraus. Entscheidend ist die gleiche Wertschätzung beider Altersgruppen und keine Konflikte in den altersgemischten Teams.
Von Peter Ilg

  1. Frauen in der Technik Von wegen keine Vorbilder!
  2. Arbeit Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen
  3. Arbeit Was IT-Recruiting von der Bundesliga lernen kann

Elektroautos: Die elektrischste Tiefgarage Deutschlands
Elektroautos
Die elektrischste Tiefgarage Deutschlands

Was muss passieren, damit in zehn Jahren fast jeder in der Tiefgarage sein Elektroauto laden kann? Ein Pilotprojekt bei Stuttgart soll herausfinden, welcher Aufwand auf Netzbetreiber und Eigentümer und Mieter zukommen könnte.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Trotz Software-Problemen VW hält an Terminplan für den ID.3-Start fest
  2. Kabinenroller Microlino 2.0 und dreirädriger E-Motoroller Microletta geplant
  3. Crowdfunding Sono Motors baut vier Prototypen seines Elektroautos

    •  /