Micron: DRAM-Hersteller Elpida braucht Hilfe von Konkurrenten
Elpida versucht von Konkurrenten Geld zu erhalten, um fällige Kredite zurückzahlen zu können. Der drittgrößte DRAM-Hersteller soll nun mit Micron eine Beteiligung vereinbart haben.
Micron Technology soll Anteile an dem finanziell angeschlagenen Konkurrenten Elpida Memory erworben haben. Das berichtet die in Taiwan erscheinende chinesischsprachige Zeitung Economic Daily News (EDN). Micron, ein US-Hersteller von DRAM und Flashspeicher, soll mindestens 500 Millionen US-Dollar bei Elpida anlegen.
Elpida, der einzige japanische DRAM-Hersteller und weltweit die Nummer 3, leidet unter dem Preisverfall für Arbeitsspeicher und dem starken Kurs der Landeswährung Yen. Zuvor gab es Gerüchte über eine Zusammengehen mit Toshiba.
Auch das Wall Street Journal berichtete, dass Elpida versucht habe, bei Konkurrenten in den USA und in Taiwan über Partnerschaften Geld zu erhalten. Außer Micron habe sich Elpida auch an den taiwanischen Chiphersteller Nanya Technology gewandt. Nanya-Aufsichtsratschef Chia Chau Wu sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Unternehmen weder an Verhandlungen beteiligt sei, noch gegenwärtig die Absicht habe, eine Beteiligung an Elpida zu erwerben.
Elpida soll Probleme haben, Kredite zurückzuzahlen. Mit den Geldgebern Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, Sumitomo Mitsui Banking, Sumitomo Trust & Banking und Mizuho Corporate Bank sei in dieser Woche ein Treffen geplant.
Elpida mit weiteren Verlusten?
In dem Finanzquartal, das im September 2011 geschlossen wurde, berichtete Elpida einen Verlust von 56,76 Milliarden Yen (564 Millionen Euro) und einen Umsatzeinbruch von 51 Prozent auf 159,78 Milliarden Yen (1,59 Milliarden Euro). Am 30. September 2011 verfügte Elpida noch über Finanzreserven von rund 100 Milliarden Yen (994 Millionen Euro). Am kommenden Donnerstag wird Elpida erneut Quartalsergebnisse vorlegen.
Die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei berichtete aus Unternehmenskreisen, dass Elpida für die Zeit von April bis Dezember 2011 einen operativen Verlust von 90 Milliarden Yen (894 Millionen Euro) ausweisen werde.
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da ich selber im Arbeitsspeichergroßhandel arbeite und die Dinger einfach kaum noch...