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Netzwerkausfall: Mobilfunkbetreiber gibt Android die Schuld

Nach mehreren schweren Netzwerkausfällen will der Mobilfunkbetreiber NTT Docomo Änderungen an Android. Mit anderen Netzbetreibern und Providern will er deshalb auf Google einwirken.
/ Achim Sawall
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Docomo-Chef Ryuji Yamada entschudigt sich für Netzausfall (Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images)
Docomo-Chef Ryuji Yamada entschudigt sich für Netzausfall Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images

Der japanische Mobilfunkbetreiber NTT Docomo sucht das Gespräch mit Google, um das von Android-Smartphones übertragene Datenvolumen zu reduzieren. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei(öffnet im neuen Fenster). Docomo habe zuvor einen schweren Netzwerkausfall in der vergangenen Woche analysiert. Der gemessen an der Kundenzahl größte Netzbetreiber des Landes habe besonders bei einer Applikation für Voice-Over-IP Probleme gefunden.

Docomo wolle sich mit anderen Netzbetreibern und Providern zusammentun, um auf Google und App-Entwickler einzuwirken. Einige Android Apps sendeten alle drei bis fünf Minuten Kontrollsignale aus, auch wenn sie nicht aktiviert seien.

Am Mittwoch waren von einem Netzwerkausfall in Teilen der Innenstadt Tokios in der Zeit von 8:30 Uhr bis 13:00 Uhr 2,52 Millionen Menschen betroffen gewesen. Die Ursache war der Ausfall von Packet-Switches, wie das Unternehmen erklärte(öffnet im neuen Fenster).

Es war bereits der sechste Netzwerkausfall bei Docomo in einem Zeitraum von sechs Monaten. Der Telekommunikationskonzern kündigte an(öffnet im neuen Fenster), die Investitionen ins Netzwerk um 50 Milliarden Yen (493 Millionen Euro) zu erhöhen, um die Kapazität zu erweitern und künftig Ausfälle zu vermeiden. Sechs Docomo-Managern, darunter auch Firmenchef Ryuji Yamada, werde zur Strafe für drei Monate das Einkommen um 10 bis 20 Prozent gekürzt.

Eine Vereinbarung zum Verkauf des iPhones und iPads habe Docomo bislang nicht mit Apple schließen können, erklärte das Unternehmen am 30. November 2011(öffnet im neuen Fenster). Bis zum Jahr 2016 wird sich der mobile Datenverkehr verzehnfachen, prognostizierte Ericsson in einer Studie im November 2011.


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