3,2,1, meins!: eBay wird Flohmarktimage nicht los
Ebay hat auf dem deutschen Markt Probleme mit dem Wandel von der Gebrauchtwarenplattform zum Onlineshop für Neuwaren. Das Geschäft mit Onlineauktionen lasse nach, der US-Konzern wachse in Deutschland nur langsam, erklärte Konzernchef John Donahoe dem Nachrichtenmagazin Focus(öffnet im neuen Fenster) . "Wegen der Marketingkampagne '3,2,1, meins' wird eBay in Deutschland immer noch sehr stark als Auktionshaus wahrgenommen, in dem gebrauchte Produkte von anderen Konsumenten gekauft werden. Wir versuchen diese Wahrnehmung zu verändern. In Deutschland haben wir den Durchbruch noch nicht ganz geschafft."
Der eBay-Finanzchef hatte das Geschäft in Deutschland laut Focus zuvor "träge" genannt.
"Das Festpreisgeschäft auf eBay wächst schneller als der E-Commerce-Markt, aber das Konsumentengeschäft eben langsamer" , sagte Donahoe. Deutschland sei aber weiter der zweitwichtigste Markt für eBay nach den USA. Das Unternehmen werde "hier weiter investieren" . Im Mai 2011 hatte eBay eine Imagewerbekampagne gestartet, um zu zeigen, dass die Firma ein wesentlich vertrauenswürdigeres Handelsumfeld bieten könne als noch vor einigen Jahren. Seit 2008 sei die Anzahl gemeldeter schlechter Kauferfahrungen auf dem deutschen eBay-Marktplatz kontinuierlich gesunken, erklärte das Unternehmen, ohne jedoch Zahlen zu nennen.
Anfang Januar 2012 wechselte eBays Paypal-Chef Scott Thompson überraschend zu Yahoo.
eBay hatte in seinem vierten Quartal 2011 durch den Verkauf von Skype den Gewinn massiv steigern können. Der Umsatz stieg von 2,5 Milliarden US-Dollar auf 3,38 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn wuchs von 559 Millionen US-Dollar auf 1,98 Milliarden US-Dollar (1,51 US-Dollar pro Aktie). Vor Sonderposten lag der Gewinn bei 60 Cent pro Aktie. Die Analysten hatten vor Sonderposten einen Gewinn von 57 Cent pro Aktie prognostiziert. Der Konzern legte die Quartalsergebnisse am 18. Januar 2012 vor.
In eBays Kerngeschäft Marketplaces stieg der Umsatz weltweit um 16 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar. Donahoe kommentierte: "Wir sind heute ein anderes eBay." Der Konzern sei nicht mehr nur ein bloßer Marktführer bei Onlineshopping, sondern ein "vielfältiges Unternehmen" .
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