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Facebook: Timeline in Umfrage mehrheitlich abgelehnt

Eine nicht repräsentative Studie von Sophos unter Nutzern, die sich überdurchschnittlich für IT-Sicherheit interessieren, hat eine klare Ablehnung von Facebooks Timeline ergeben. Nur acht Prozent gaben an, dass ihnen Timeline gefalle.
/ Achim Sawall
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Facebook-Chef Mark Zuckerberg im September 2011 (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Facebook-Chef Mark Zuckerberg im September 2011 Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Bei einer Umfrage des Sicherheitsunternehmens Sophos(öffnet im neuen Fenster) hat sich die Mehrheit klar gegen Timeline ausgesprochen. Das gab Sophos in Naked Security, einem Blog des Unternehmens, bekannt. Von 4.110 Befragten sagten 51 Prozent, dass ihnen Timeline "Sorgen bereite" . 32 Prozent erklärten, sie wüssten gar nicht, warum sie noch immer einen Facebook-Account hätten. Nur acht Prozent gaben an, dass ihnen Timeline gefalle. Und weitere acht Prozent meinten, sie würden "sich daran gewöhnen" .

Laut Sophos war die Umfrage nicht repräsentativ, weil die Teilnehmer sich mehr für IT-Sicherheitsfragen interessierten als die große Mehrheit der Facebook-Nutzer.

Die Timeline, zu Deutsch Chronik, wird in den nächsten Wochen für alle Nutzer aktiviert. Eine Facebook-Sprecherin sagte: "Die Chronik wird in den nächsten Wochen für alle Nutzer weltweit verfügbar sein. Dieser Rollout wird einige Wochen dauern. Es gibt keinen festen Termin, wann alle deutschen Facebook-Nutzer die Chronik erhalten." Vor Aktivierung der Facebook-Timeline erhielten Nutzer am oberen Rand auf ihrer Startseite einen Hinweis. Anschließend blieben sieben Tage Zeit um zu überprüfen, was auf der eigenen Chronik zu sehen sein, versteckt oder gelöscht werden soll, was man vielleicht hervorheben möchte und wer was sehen darf.

"Facebook hofft, dass der Nutzer sogar Informationen über sein Leben, bevor er bei Facebook aktiv wurde, einfügen wird" , so Senior Technology Consultant Graham Cluley in dem Sophos-Blog.

Cluley weiter: "Facebook ermutigt die Nutzer so, noch mehr Angaben über sich selbst und ihr Leben zu machen und es wird für andere einfacher, diese Informationen einzusehen." Nutzer sollten die Einführung von Timeline wenigstens zum Anlass nehmen, ihre Sicherheitseinstellungen zu überprüfen und klar festzulegen, wer welche Angaben sehen dürfe.


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