SAP: "Wir wollen Apple ein Stück weit ähnlich werden"
Vorstandschef Jim Snabe will, dass SAP "Apple ein Stück weit ähnlich" wird. Das sagte Snabe der Welt am Sonntag(öffnet im neuen Fenster). Ein iPhone oder ein iPad schaffe Emotionen. "Wir werden Software entwickeln, die unsere Anwender gerne benutzen." Eine schöne Benutzeroberfläche sei genauso so wichtig wie die Funktionalität. "Wir wollen neben der klassischen, sehr erfolgreichen SAP eine andere SAP, die schneller ist, offener."
Übernahmen wie die von Sybase und Successfactors seien wichtig gewesen. "Zukäufe bieten uns da einen Vorsprung und eine kulturelle Veränderung obendrein." Für SAP sei eine Erneuerung wichtig. "Wenn wir uns nicht erneuern würden, bekämen wir irgendwann tatsächlich einen großen Bruch. Es gibt viele Beispiele von Unternehmen, die sich nicht erneuert haben. Wer waren denn vor 15 Jahren die großen erfolgreichen IT-Unternehmen, und wo sind die heute? Etwa Compaq oder Digital Equipment? Es gibt eine lange Liste von Unternehmen, die – wow – ach wie groß waren und jetzt weg sind."
SAP wolle nicht nur Softwarelösungen bieten, sondern Menschen für die Anwendungen begeistern und ihnen das Leben erleichtern, erklärte Snabe. Dies habe SAP bisher zu wenig beachtet. Soziale Netzwerke und Mobiltelefone hätten die Welt verändert, dies wolle SAP für sich nutzen.
Das Kerngeschäft bleibe natürlich Software für Großunternehmen. "Das werden wir auch weiterhin machen, denn in diesem Feld sind wir Weltmarktführer, und diese Stellung wollen wir nicht nur verteidigen, sondern ausbauen."
Auch in krisenhaften Zeiten wolle SAP binnen drei Jahren den Umsatz von 14 auf 20 Milliarden Euro steigern. Das sei möglich, sagte Snabe. "Ein Unternehmen wie Apple gewinnt ja auch derzeit, egal wie sich der Mobilfunkmarkt insgesamt entwickelt."
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