Stereogranimator: Aus Stereoskopien werden 3D-Animated Gifs

Die alte Welt in 3D: Männer mit Melonen, Pferde- und Ochsenfuhrwerke flackern in Sepia oder verschwommenem Schwarz-Weiß auf einer Website, die die öffentliche Bibliothek in New York, die New York Public Library(öffnet im neuen Fenster) (NYPL), eingerichtet hat: Mit Hilfe des Stereogranimators(öffnet im neuen Fenster) können stereoskopische Bilder aus dem letzten Jahrhundert in 3D-Bilder verwandelt werden – unter Beteiligung des Nutzers.
Der Besucher der Website findet dort eine wechselnde Auswahl an stereoskopischen Aufnahmen(öffnet im neuen Fenster) aus dem Fundus der NYPL. Daraus wählt er eines aus und wandelt es mit Hilfe des Onlinewerkzeugs in ein 3D-Bild um. Das kann eine Anaglyphe(öffnet im neuen Fenster) sein, also ein Bild, das mit einer Rot-grün-Brille betrachtet wird, oder ein Animated Gif.
Dreidimensionales Flackern
Die Idee bei Letzterem ist, dass sich die Bilder bei schnellem Wechsel zwischen beiden für das Gehirn überlagern und so der Eindruck eines dreidimensionalen Bildes entsteht. Dazu muss der Nutzer beim Erstellen des Animated Gif darauf achten, dass die beiden Bildausschnitte recht ähnlich sind. Unterscheiden sie sich zu sehr, springt das Animated Gif so stark, dass es nicht zu einer 3D-Illusion kommt.
Stereoskopien sind eine alte Form der 3D-Bilder: Die erste Stereokamera wurde 1849 entwickelt, 1851 waren die Stereo- Daguerreotypien(öffnet im neuen Fenster) des französischen Optikers Jules Dobascq eine der Sensationen der Londoner Weltausstellung. Das Archiv NYPL umfasst etwa 40.000 Stereoskopien.



