Apple nur einer von vielen Kunden von Foxconn

Durch den Einsatz von n-Hexan erkrankten vor zwei Jahren rund 137 Arbeiter bei Wintek. Der Touchscreen-Hersteller hatte nach eigenen Angaben die gesundheitsschädliche chemische Verbindung eingesetzt, um die Reinigung von Touch-Panels für Apple-Produkte zu beschleunigen. N-Hexan verdunstet schneller als Alkohol. Die Arbeiter litten unter Müdigkeit und Mattigkeit, Taubheitsgefühlen in den Händen sowie Schwellungen und Schmerzen in den Füßen.

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Bekanntlich ist Apple nicht der einzige Auftraggeber Foxconns. Der taiwanische Konzern fertigt für Amazon, Dell, Nintendo, Hewlett-Packard, Samsung, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony, Toshiba und andere. Foxconn ist Chinas größtes Exportunternehmen und beschäftigt 1,2 Millionen Menschen, die 40 Prozent der weltweit verkauften Unterhaltungselektronik montieren, rechnet die New York Times vor.

Trotz vieler Versprechungen hat sich an den Arbeitsbedingungen bei Foxconn nichts Wesentliches geändert: Im Juni 2010 hatte ein Foxconn-Arbeiter erklärt, dass trotz Versprechungen der Konzernleitung die inhumanen Arbeitsbedingungen mit vielen Überstunden, Sprechverbot und Siebentagewoche gleich geblieben seien. Er müsse weiterhin elf Stunden arbeiten, meist an sieben Tagen in der Woche, mit nur 30 Minuten Pause für Mittag- und Abendessen.

Einige Arbeiter haben vom langen Stehen so geschwollene Beine, dass sie kaum noch laufen können. "Es ist schwer, den ganzen Tag zu stehen", sagte Zhao Sheng, ein Fabrikarbeiter der New York Times.

Foxconn reagiert extrem schnell auf Apples Wünsche

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An den Wänden der Foxconn-Fabrik in Chengdu werden die 120.000 Arbeiter mit der Aufschrift gewarnt: "Arbeite heute hart, sonst musst du morgen noch härter arbeiten, um einen Job zu finden." Einer der tödlich verunglückten Arbeiter hat laut den Recherchen der New York Times 12 Stunden am Tag gearbeitet. Er war sechs Tage pro Woche in der Fabrik, ging aus seinen Lohnabrechnungen hervor. Manchmal würden Arbeiter aufgefordert, zwei Schichten hintereinander zu arbeiten.

Laut einem früheren Bericht lässt Apple in China produzieren, weil dort sofort auf kurzfristige Änderungen bei den Produkten reagiert werden kann und eine große Menge billiger Arbeitskräfte ständig verfügbar ist.

Nachtrag vom 26. Januar 2012, 13:08 Uhr

Bei Unruhen unter den Arbeitern in Chengdu reagierte das Regime in Peking sehr schnell. Als es dort im vergangenen Jahr nach Ausgabe der Lohnabrechnungen zu Unruhen in den Schlafsälen des Konzerns kam und brennende Zeitungen aus den Fenstern flogen, griffen 200 Polizisten ein. Acht Arbeiter wurden verhaftet, hieß es nach dem New-York-Times-Bericht laut Augenzeugen.

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 Foxconn-Ex-Manager: Apple interessiert sich nicht für das Leben der Arbeiter
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Endwickler 29. Jan 2012

Ich fand den Namen "Lady Die" damals irgendwie sarkastisch. :-)

Der Supporter 28. Jan 2012

Die Apple-Basher hier zeigen mit ihren Kommentarn ihre ganze Heuchelei gegenüber Apple...

Der Supporter 28. Jan 2012

Dein Kommentar zeigt deine ganze Heuchelei gegenüber Apple auf. Dir geht es überhaupt...

Charles Marlow 28. Jan 2012

Und von denen ganz oben an der Spitze einmal abgesehen, darf sich hier auch jeder gleich...

Stärk 28. Jan 2012

In 10 Jahren fliegt Apple das mit den Mitarbeitern um die Ohren. Sowieso gehört Apple...



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