Hiriko: Prototyp des MIT-Elektrofaltautos vorgestellt

In Brüssel durfte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso den Prototyp des Elektroautos Hiriko(öffnet im neuen Fenster) bestaunen. Das innovative Fahrzeug ist die kommerzielle Version des am Media Lab des Massachusetts Institute Of Technology (MIT) entwickelten Elektroautos Citycar(öffnet im neuen Fenster) .

Hiriko ist ein Kleinwagen von der Größe eines Smart. Er ist mit seinen 2,5 Metern ohnehin schon recht kurz, zum Parken wird das Auto aber noch einmal um 1 Meter verkürzt – dafür sorgt ein spezieller Faltmechanismus. Das dann nur noch 1,5 Meter lange Auto passt quer in eine Parklücke am Straßenrand. Statt eines normalen Pkw können so drei Hirikos auf einem Parkplatz abgestellt werden.
Ausstieg wie bei der Isetta
Er schiebt Vor- und Hinterräder zusammen, wodurch sich die Fahrgastzelle aufrichtet und die Sitze angehoben werden. Dies soll den beiden Insassen das Aussteigen erleichtern. Die Tür des Autos ist wie bei der BMW Isetta(öffnet im neuen Fenster) vorn.
Der Hiriko hat einen Vierradantrieb: Jedes der Räder verfügt über einen eigenen Motor und über einen eigenen Lenkmechanismus. Anders als bei einem herkömmlichen Auto können sie alle einzeln angesteuert werden. Das bedeutet, das Auto kann sich auf der Stelle um die eigene Achse drehen.
120 Kilometer Reichweite
Der Akku sitzt im Unterboden des Fahrzeugs. Mit einer Ladung soll das Auto etwa 120 Kilometer weit kommen. Den Akku aufzuladen soll etwa eine Viertelstunde dauern. Es ist als reines Stadtfahrzeug gedacht, weshalb seine Höchstgeschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde abgeregelt ist.




2010 hatte die Media-Lab-Forschungsgruppe Smart Cities(öffnet im neuen Fenster) um den im selben Jahr verstorbenen William Mitchell das Konzept des Hiriko vorgestellt .
Auto on Demand
Gedacht ist sind die Autos in erster Linie für innerstädtische Carsharing-Projekte: Der Nutzer findet sie an Ladestationen, wo er eines leiht und an einer Station nahe seinem Ziel wieder abgibt – vergleichbar mit dem Fahrradverleih , den die Deutsche Bahn in verschiedenen Städten anbietet.
Im kommenden Jahr sollen 20 der Faltautos gebaut werden. Sie sollen in einem Pilotprojekt in der baskischen Stadt Vitoria Gasteiz, nahe Bilbao, eingesetzt werden. Das baskische Unternehmen Denokinn plant, die Autos auch weltweit zu vermarkten, auch an Privatkunden. Der Hersteller peilt einen Preis von 12.500 Euro an.



