Kürschnergate: E-Mail-Lawine legt den Bundestag lahm
Per E-Mail hat die Stelle für Infomaterial des Bundestages am heutigen Mittwochmorgen die Mitarbeiter darüber informiert, dass eine neue Ausgabe von Kürschners Handbuch(öffnet im neuen Fenster) erhältlich ist – ein Handbuch über den Bundestag und seine Abgeordneten. Was unspektakulär begann, schaffte es gegen Mittag als "Kürschnergate(öffnet im neuen Fenster)" in die Trending Topics auf Twitter.
Eine Mitarbeiterin der grünen Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl antwortete: "Liebe Britta, wenn ihr euch eindeckt, bringt ihr mir eins mit?". Leider klickte sie auf "An alle antworten", so dass ihre E-Mail an rund 4.000 Postfächer des Deutschen Bundestages versandt wurde. Was darauf folgte, dürften die meisten aus ähnlichen Situationen kennen: Einige regen sich auf und wollen aus dem Verteiler genommen werden und schickten dies als Antwort an alle. Andere fangen an, den Verteiler für Scherze zu nutzen.
Parallel erscheinen auf Twitter erste Tweets mit Zitaten aus den E-Mails. Hashtag: #kürschnergate.
In der IT-Abteilung des Bundestages fand man die E-Mail-Lawine weniger lustig(öffnet im neuen Fenster) und wies per E-Mail darauf hin, dass "E-Mail-Verteiler ausschließlich für dienstliche Zwecke zu verwenden sind. Aufgrund des derzeitigen Missbrauchs des E-Mail-Systems können Zustellverzögerungen von bis zu 30 Minuten auftreten."
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