• IT-Karriere:
  • Services:

Nach Beschlagnahmung: Nokia verkauft seine Fabrik in Rumänien

Verlagerung aus Bochum, Eröffnung in Rumänien, dann Schließung und schließlich Beschlagnahmung. Jetzt hat Nokia seine rumänische Fabrik in Jucu, einer Gemeinde im Kreis Cluj, verkaufen können. Auch der chinesische Handyhersteller ZTE soll Interesse gezeigt haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Nokia-Arbeiter in Cluj im September 2011
Nokia-Arbeiter in Cluj im September 2011 (Bild: Mircea Rosca/Reuters)

Nokia hat seine im November 2011 von der rumänischen Regierung beschlagnahmte Fabrik verkaufen können. Das gab das Unternehmen am 25. Januar 2012 bekannt. Käufer ist der italienische Hausgerätehersteller De Longhi. Über den Preis wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. Robert Andersson, Senior Vice President bei Nokia, habe die Verhandlungen geführt.

Stellenmarkt
  1. Elektrobit Automotive GmbH, Ulm
  2. Dataport, Hamburg

Wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtet, soll auch der chinesische Mobilfunkausrüster und Handyhersteller ZTE zu den Kaufinteressenten gehört haben. Das Gelände ist 28.000 Quadratmeter groß und beinhaltet Büros und Produktionshallen.

Rumäniens Steuerbehörde hatte die Nokia-Fabrik in Jucu, einer Gemeinde im Kreis Cluj, beschlagnahmt. Der finnische Mobiltelefonhersteller schuldete dem rumänischen Staat 10 Millionen US-Dollar Steuern, hieß es zur Begründung im November 2011.

Hat Nokia seine Steuern in Rumänien bezahlt?

Ob die Steuerschulden bezahlt wurden, wollte eine Nokia-Sprecherin auf Nachfrage von Golem.de nicht direkt beantworteten. Sie verwies auf eine Stellungnahme des Unternehmens vom 8. Dezember 2011. Darin hieß es: "Wir freuen uns bestätigen zu können, dass wir einen für beide Seiten akzeptablen Vertrag mit den rumänischen Behörden in Bezug auf die Beschlagnahme des Werkes vereinbaren konnten. Die Beschlagnahme wurde aufgehoben und der Fall zufriedenstellend gelöst."

Nokia hatte am 29. September 2011 angekündigt, die Fabrik in Jucu Ende 2011 zu schließen und alle 2.200 Arbeiter zu entlassen. Erst im Januar 2008 war die Produktion von Bochum nach Rumänien verlagert worden. Nokia wolle nun nach Vietnam weiterziehen, weil Nokias hochvolumige asiatische Fabriken einen größeren Output und Vorteile und Nähe zum Markt bieten würden, so die Begründung. Die Errichtung einer neuen Fabrik in Vietnam soll 200 Millionen Euro kosten. In Rumänien hatte Nokia 60 Millionen Euro investiert. Die Entlassenen in Rumänien erhalten drei Monatsgehälter und ein Nokia-Smartphone.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (Lenovo Smart Tab P10 für 149€ - Vergleichspreise ab 259€)
  2. gratis (bis 7. April, 18 Uhr)
  3. 38,99€ (Xbox One/Windows 10 PC)
  4. (aktuell u. a. WD Blue 3D 1TB für 111€, Crucial X8 1TB für 149€, Seagate Expansion 10TB für...

San_Tropez 26. Jan 2012

In Deutschland kann man oft mehr rausholen, jedoch nicht wenn man bei der Firma wie hier...

Prypjat 25. Jan 2012

Fabrik bauen Förderungen vom Staat abgreifen, Staat bescheißen, Mitarbeiter entlassen...


Folgen Sie uns
       


Motorola Razr (2019) - Hands on

Das neue Motorola Razr lässt sich wie das alte Razr V3 zusammenklappen - das Display ist allerdings faltbar und geht über die gesamte Innenfläche des Smartphones.

Motorola Razr (2019) - Hands on Video aufrufen
Starsky Robotics: Woran ein Startup für autonome Lkw gescheitert ist
Starsky Robotics
Woran ein Startup für autonome Lkw gescheitert ist

Der Gründer eines Startups für selbstfahrende Lkw hält die Technik noch lange nicht für praxistauglich.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. R2 von Nuro Autonomer Lieferwagen darf ohne Windschutzscheibe fahren
  2. DLR Testfeld für autonomes Fahren analysiert den Autoverkehr
  3. Snapdragon Ride Qualcomm entwickelt Plattform für autonomes Fahren

Microsoft Teams im Alltag: Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten
Microsoft Teams im Alltag
Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten

Wir verwenden Microsofts Chat-Dienst Teams seit vielen Monaten in der Redaktion. Im Alltag zeigen sich so viele Probleme, dass es eigentlich eine Belohnung für alle geben müsste, die das Produkt verwenden.
Von Ingo Pakalski

  1. Microsoft Office 365 wird umbenannt
  2. Coronavirus Microsoft muss einige Azure-Dienste und Teams einschränken
  3. Microsoft Investition in Entwickler von Gesichtserkennung soll enden

Coronakrise: IT-Freelancer müssen als Erste gehen
Coronakrise
IT-Freelancer müssen als Erste gehen

Die Pandemie schlägt bei vielen IT-Freiberuflern schneller zu als bei Festangestellten. Schon die Hälfte aller Projekte sind gecancelt. Überraschung: Bei der anderen Hälfte läuft es weiter wie bisher. Wie das?
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Corona Lidl Connect setzt Drosselung herauf
  2. Coronakrise SPD-Chefin warnt vor Panik durch ungenaues Handytracking
  3. Buglas Corona-Pandemie zeigt Notwendigkeit der Glasfaser

    •  /