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Tim Cook: "Apple hat erstaunliche neue Produkte in Vorbereitung"

Apple hat im letzten Quartal den Gewinn um 118 Prozent auf über 13 Milliarden US-Dollar und den Umsatz um 73 Prozent gesteigert. Tim Cook sprach von neuen Produkten.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Achim Sawall
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Konzernsitz von Apple (Bild: Ryan Anson/AFP/Getty Images)
Konzernsitz von Apple Bild: Ryan Anson/AFP/Getty Images

Apple hat in seinem ersten Quartal im Finanzjahr 2012 einen Gewinn von 13,06 Milliarden US-Dollar (13,87 US-Dollar pro Aktie) erzielt. Der Umsatz lag bei 46,33 Milliarden US-Dollar. Das gab Apple am 24. Januar 2012 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 26,74 Milliarden US-Dollar und ein Quartalsgewinn von 6 Milliarden US-Dollar (6,43 US-Dollar pro Aktie) verbucht. Damit stieg der Gewinn um 118 Prozent, der Umsatz legte um 73 Prozent zu. Die Analysten hatten einen Gewinn von 10,07 US-Dollar pro Aktie erwartet. Ihre Umsatzprognose lag bei 38,8 Milliarden US-Dollar.

"Wir sind von unseren hervorragenden Ergebnissen und dem Rekordabsatz von iPhones, iPads und Macs begeistert" , sagte Konzernchef Tim Cook. "Apples Dynamik ist unglaublich stark, und wir haben einige erstaunliche neue Produkte in der Pipeline."

Für Apple ist es der erste komplette Quartalszeitraum seit dem Rücktritt von Konzerngründer Steve Jobs als Vorstandschef des Unternehmens. Das vorangegangene Quartal war für Apple eines der wenigen in der jüngeren Firmengeschichte, in denen ein Gewinnziel verfehlt wurde.

Die Analysten von Bernstein Research erwarteten, dass das iPhone, mit dem ungefähr die Hälfte des Umsatzes Apples erwirtschaftet wird, 32 Millionen Mal verkauft wurde. Doch Apple konnte 37,04 Millionen iPhones verkaufen.

Der Umsatz mit dem iPod fällt schnell, die Gewinnmargen mit dem iPad sind niedriger als mit dem iPhone. Vor dem Verkaufsbeginn des neuen iPads, das im März 2012 erwartet wird, könnte es einen Rückgang der Nachfrage geben, hatten Analysten als Risikofaktoren gesehen.

Apple verkaufte 15,43 Millionen iPads, eine Zunahme um 111 Prozent, der iPhone-Absatz wuchs um 128 Prozent. Apple setzte 5,2 Millionen Macs ab, was eine Steigerung um 26 Prozent bedeutet. Mit 15,4 Millionen iPods brach der Absatz hier um 21 Prozent ein.

Peter Oppenheimer, Finanzchef von Apple: "Vorausschauend auf das zweite Fiskalquartal 2012, welches sich über eine Zeitspanne von 13 Wochen erstrecken wird, erwarten wir einen Umsatz von 32,5 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 8,50 US-Dollar pro Aktie."

Cook: iPad-Erfolg geht zu Lasten von Windows PCs

Nachtrag vom 25. Januar 2012, 10:12 Uhr

Apple erklärt, dass die Ergebnisse noch besser gewesen wären, wenn das Unternehmen genügend iPhones produzieren könnte, um die Nachfrage zu erfüllen.

Apples Finanzreserven stiegen auf 97,6 Milliarden US-Dollar. Apple diskutiere "aktiv" , wie dieses Geld eingesetzt werde, sagte Oppenheimer. Das könnten Investitionen in die Lieferkette, Akquisitionen oder sonstige Aufwendungen werden, erklärte er.

Cook sagte, dass er den iPad-Umsatz nach Erscheinen des Amazon Kindle Fire wöchentlich beobachtet habe, und "da gab es keinen offensichtlichen positiven oder negativen Effekt." Das iPad habe den Mac-Umsatz kannibalisiert. Der Mac-Verkauf sei aber immer noch stark. "Wir gehen weiter davon aus, dass es eine stärkere Kannibalisierung bei Windows-PCs gibt. Dieser Trend gefällt uns sehr" , so Cook.

Auf die Frage, wie Cook seine ersten Monaten an der Unternehmensspitze beurteile, sagte er: "Sie können sich durch die Quartalsergebnisse ein Bild machen. Das Team hat fantastisch gearbeitet. Wir sind sehr zufrieden mit dem jetzigen Stand."

Der Frost-&-Sullivan-Analyst Craig Cartier sagte: "Die wahre Prüfung für Apple kommt erst in den kommenden Monaten und Jahren, wenn deutlich wird, ob die strategische Führung und die visionären Fähigkeiten von Steve Jobs langfristig fehlen – im Hinblick auf das Design, die Usability und den Bedarf an neuen Apple-Produkten. Bis dahin ist nicht zu erwarten, dass Apples Führungsposition irgendwann in nächster Zeit bedroht sein könnte."


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