Eye3: Kameradrohne mit sechs Rotoren

Eye3(öffnet im neuen Fenster) ist eine Drohne für Luftaufnahmen: Unter den Flugroboter wird eine Videokamera oder ein Fotoapparat gehängt, mit dem sich dann professionelle Luftaufnahmen machen lassen. Sie ist für Profis wie Filmschaffende, Journalisten und Fotografen ebenso geeignet wie für Bastler.
Leichtbauweise
Eye3 ist ein Hexakopter, also ein unbemannter Hubschrauber mit sechs Rotoren. Der Rumpf der Drohne besteht aus Glas- und Kohlefaserteilen, weshalb die Drohne nach Angaben der Entwicklerin Kellie Sigler leicht und trotzdem stabil sei. Die sternförmige Rumpfkonstruktion mit den Kufen wiege nur 500 Gramm.

Die Drohne kann autonom fliegen, aber sie kann auch ferngesteuert werden. Die Steuerung der Drohne in der Luft übernimmt eine Open-Source-Hardware, das Board Ardu Pilot Mega 2(öffnet im neuen Fenster) (APM). Verschiedene Sensoren sorgen für eine stabile Lage in der Luft. Für die Navigation verfügt sie über GPS. Die Route wird über Google Maps geplant.
Einfacher Bausatz
Ausgeliefert wird die Drohne als Bausatz, der so einfach sei, dass jeder ihn ohne Spezialkenntnisse oder -werkzeug zusammensetzen könne. Fertig montiert mit Motoren und Steuerelektronik wiegt Eye3 knapp 2 Kilogramm. Das Startgewicht – also Eigengewicht plus Nutzlast – beträgt knapp 11 Kilogramm.
Die sechs Rotoren sind demnach stark genug, dass die Drohne auch eine Profi-Spiegelreflexkamera tragen kann. Sie sei so ausgelegt, dass sie dann auch stabil landen könne, wenn zwei Motoren ausgefallen seien, erklären die Entwickler. Als Energiequelle dient ein Lithium-Polymer-Akku. Angaben zur Flugdauer und Reichweite gibt es nicht.
Drohne ab 1.000 US-Dollar
Eine komplette Eye3-Drohne kostet 1.500 US-Dollar. Für 1.000 US-Dollar gibt es eine Version ohne Autopilot. Beide Versionen sind ohne Funkfernsteuerung. Diese sowie stärkere Akkus sind im größten Paket inbegriffen, das 2.500 US-Dollar kostet. Die Kickstarter-Aktion läuft noch bis zum 23. Februar. Wer jetzt eine Eye3 kauft, wird sie voraussichtlich im April erhalten.
Konstrukteurin Sigler ist nach eigenen Angaben Informatikerin mit einem großen Interesse an Robotern. Ihr Mann ist Robotiker. Das Paar entwickelt seit 2007 eigene Drohnen.