Dasient: Twitter kauft IT-Sicherheit-Startup

Twitter holt ein Team von Experten für Security ins Unternehmen, die Schadsoftware in Onlinewerbung und auf Websites aufspüren können.

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Twitter-Chef Dick Costolo
Twitter-Chef Dick Costolo (Bild: Albert Gea/Reuters)

Twitter hat das IT-Sicherheitsunternehmen Dasient gekauft. "Ab sofort bringen wir unsere Technologie, die Tools und das Team bei Twitter ein", schrieb Dasient in seinem Blog. Über den Preis wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. Das Startup ist auf den Schutz vor Schadsoftware in Onlinewerbenetzwerken und auf Websites spezialisiert. Der Dienst wird seit 2010 angeboten.

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Durch das Zusammengehen mit dem Mikrobloggingdienst könne Dasient nun im größten Echtzeit-Informationsnetzwerk der Welt arbeiten, erklärte Dasient weiter. Twitter will das Team exklusiv für sein Unternehmen einsetzen: "Im Rahmen der Fusion wird Dasient seinen Geschäftsbetrieb einstellen und kann keine neuen Kunden mehr akzeptieren", hieß es.

Dasient wurde 2008 von früheren Google-Mitarbeitern gegründet, darunter Neil Daswani und Shariq Rivzi.

Dasient von Twitter gekauft, von Google finanziert

In einer Finanzierungsrunde erhielt Dasient von Benhamou Global Ventures, Floodgate, Radar Partners und anderen 4 Millionen US-Dollar. Im Februar 2011 beteiligte sich Google Ventures an dem Unternehmen. Angaben zum finanziellen Volumen wurden nicht gemacht. 2010 erklärte Dasient zum Rekordjahr, in dem der Umsatz und die Zahl der Kunden stark ausgebaut wurden. Die Zahl der Mitarbeiter wurde verdoppelt.

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Dasient überprüfte 10.000 Apps für Android und erklärte im Juli 2011, dass mehr als acht Prozent von ihnen ohne Zustimmung persönliche Daten übertrügen. Am häufigsten wurden die IMEI (International Mobile Equipment Identity) oder die IMSI (International Mobile Subscriber Identity) der Mobiltelefone abgefragt. Elf der untersuchten Programme verschickten SMS an Adressen aus der Kontaktliste des Nutzers.

Mit mittlerweile über 100 Millionen aktiven Nutzern kann Twitter nach Angaben von eMarketer in diesem Jahr den Umsatz voraussichtlich auf 139,5 Millionen US-Dollar gegenüber 2010 verdreifachen.

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