Realnamen: Google+ erlaubt Pseudonyme
Bislang bestand Google darauf, dass sich Nutzer mit ihrem realen Namen anmelden, denn mit Google+ sollten sich Menschen wie im wahren Leben verbinden und dazu gehöre nun einmal der reale Name, argumentierte Google noch im August. Nutzer, die stattdessen ein Pseudonym verwendteten, riskierten eine Sperrung ihres Google-Profils.
In einer ersten Reaktion auf die Kritik gewährte Google Nutzern mit Pseudonym vier Tage Reaktionszeit , bevor ihre Accounts gesperrt wurden. Nun geht Google noch einen Schritt weiter und erlaubt die Nutzung von Pseudonymen auf Google+, gibt aber dafür Regeln vor.
Der für Google+ zuständige Google-Vize Bradley Horowitz verkündet in einem Beitrag auf Google+(öffnet im neuen Fenster) , in den kommenden Tagen werde Google+ Spitznamen und Namen in anderen Schriften zulassen. So könne jeder alternative Namen bei Google+ hinterlegen, seien es Spitznamen, Geburtsnamen oder Namen in anderen Schriften. Diese Namen sollen sowohl in den Google+-Profilen als auch in den kleinen Hover-Boxen angezeigt werden, die Google+ einblendet, wenn man mit der Maus über einen Namen fährt.
Änderungen des eigenen Namens in Google+ gelten allerdings für alle Google-Dienste, die ein Google-Profil benutzen. Die Änderung des Namens auf Google+ wirkt sich also auch auf andere Dienste von Google aus.
Besondere Namen
Namen, die ein Unternehmen oder eine abstrakte Idee repräsentieren, sollen Nutzer in Google+-Pages umwandeln. Dabei kam es in der Vergangenheit zu Fehlern, weshalb Google diesbezüglich seine Regeln ändert, um etablierte Pseudonyme zuzulassen.
Sollte Google solch ein Pseudonym künftig beanstanden, können Nutzer Informationen einreichen, um nachzuweisen, dass es sich um eine etablierte Identität handelt: Das können Referenzen zu diesem Pseudonym in gedruckten Medien sein, gescannte amtliche Dokumente wie ein Führerschein oder eine etablierte Onlineidentität mit einer nennenswerten Zahl an Anhängern.
Google verspricht, diese Informationen zu prüfen und sich in aller Regel binnen weniger Tage zu melden. Möglicherweise fordert Google dabei noch einen Nachweis an, dass der jeweilige Nutzer die von ihm angegebene Beweiswebsite kontrolliert.
Solange die Prüfung einer solchen Namensänderung dauert, zeigt Google weiter den alten Namen an. Neue Accounts, für die kein alter Name hinterlegt ist, sind nicht öffentlich abrufbar und in einem Read-only-Modus.
Details zu den neuen Regeln finden sich in einem Supportdokument(öffnet im neuen Fenster) . Es kann noch einige Tage dauern, bis diese neuen Funktionen für alle Accounts freigeschaltet sind. Horowitz betont, die aktuellen Änderungen seien nur ein kleiner Schritt, man werde auch weiterhin auf Feedback hören und Änderungen vornehmen.
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