Optogenetik: Gerät aktiviert Zellen durch Licht
Das US-Unternehmen Kendall Research Systems(öffnet im neuen Fenster) (KRS) hat verschiedene Prototypen optogenetischer Geräte entwickelt. Diese sollten es ermöglichen, Hirnzellen per Licht zu beeinflussen, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin Technology Review(öffnet im neuen Fenster).
Die Optogenetik(öffnet im neuen Fenster) ist ein relativ neues Forschungsgebiet, das – wie der Name schon sagt – Methoden aus der Optik und der Genetik kombiniert. Ziel ist, mit Hilfe von Licht Funktionen in Zellen zu aktivieren oder zu deaktivieren. Dabei werden Zellen zuvor genetisch verändert, so dass sie auf Licht reagieren. Anschließend werden sie mit einem Laser ein- oder ausgeschaltet.
Die von KRS entwickelten Systeme dienen als drahtloser optogenetischer Router. Sie sollen auf dem Kopf eines Versuchstieres, etwa einer Maus, befestigt werden. Darin enthalten ist eine Leuchtdiode oder eine Laserdiode. Eine Glasfaser ragt heraus, die in das Gehirn des Tieres führt, wo sie mit einem Implantat verbunden ist.
Das Gerät wird von Superkondensatoren drahtlos mit Strom versorgt. Diese können beispielsweise in den Käfigboden integriert werden, so dass sich die Versuchstiere frei bewegen können.
Gesteuert werden soll das Gerät drahtlos über eine Funkeinheit, die per USB mit einem Computer verbunden wird. Über dieses Modul können die Wissenschaftler die Experimente aus der Ferne überwachen oder zu einem bestimmten Zeitpunkt ablaufen lassen.
Bisher waren optogenetische Experimente schwierig durchzuführen, da die dafür nötigen Geräte noch zu sperrig waren, um sie einem lebenden Tier anzuschnallen. Das sollen die von KRS entwickelten ändern. Diese sind klein und wiegen nur 3 Gramm.
Kendall Research Systems wurde von Christian Wentz, einem Absolventen des Massachusetts Institute Of Technology (MIT), gegründet. Wie das MIT ist auch dieses Unternehmen in Cambridge ansässig.



