• IT-Karriere:
  • Services:

Übersetzungsfehler: Silikon und Sprengstoff in Jobs-Biografie

Die Biografie des verstorbenen Apple-Mitgründers Steve Jobs wurde von sechs Übersetzern ins Deutsche übersetzt. Dabei kam es nach Angaben eines Übersetzerverbandes zu einigen groben Schnitzern, die wohl aufgrund des hohen Drucks wegen des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts entstanden.

Artikel veröffentlicht am ,
Silikon wird auch in Silicon Valley nicht zu Gold.
Silikon wird auch in Silicon Valley nicht zu Gold. (Bild: Amazon/GeMir/C. Bertelsmann Verlag)

Aufmerksame Leser der Steve-Jobs-Biografie finden in dem 704 Seiten starken Werk zahlreiche Übersetzungsfehler. Darauf weist Alexander Heyne vom Landesverband Sachsen des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer amüsiert hin.

Stellenmarkt
  1. FANUC Deutschland GmbH, Neuhausen auf den Fildern
  2. Bioscientia Healthcare GmbH, Ingelheim am Rhein

Im ersten Kapitel wird Silicon Valley als das Tal beschrieben, "das gerade lernte, wie man Silikon in Gold verwandelt". Dabei handelt es sich natürlich nicht um San Fernando Valley, dessen Pornofilmindustrie für den Beinamen Silicone Valley verantwortlich ist, sondern um das "Silizium-Tal". Dieser Übersetzungsfehler passiert in der IT-Branche relativ häufig. Es handelt sich dabei jedoch nur um ein Beispiel und keinen Einzelfall in der Biografie. In der zweiten Auflage findet sich der Fehler übrigens nicht mehr.

Über Steve Jobs' Schulzeit und seine Streiche steht in der deutschen Übersetzung: "Einmal brachten wir unter dem Stuhl unserer Lehrerin Mrs. Thurman Sprengstoff an. Das hat sie wirklich fertiggemacht." Wenn dem so gewesen wäre, hätte die Karriere von Jobs ein jähes Ende gefunden, noch bevor sie wirklich anfing. Im Original heißt es: "One time we set off an explosive under the chair of our teacher, Mrs. Thurman. We gave her a nervous twitch.". Es dürfte sich wohl eher um einen Feuerwerkskracher gehandelt haben, den die Schüler entzündeten ("set off") und nicht nur anbrachten. Und "fertiggemacht" hat sie das Krachen wohl kaum. Selbst Google Translate macht daraus nur ein "nervöses Zucken".

Übersetzer Alexander Heyne vom BDÜ Landesverband Sachsen kritisiert ferner, dass die deutsche Fassung einen stilistisch schönen Fluss vermissen lässt. Vielleicht biete eine dritte Auflage hier noch Verbesserungspotenzial.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. für PC, PS4/PS5, Xbox und Switch
  2. 18,99€

FaLLoC 24. Jan 2012

Wo ist das Problem? Ungeduld? Der Richter würde vermutlich der Argumentation "sonst...

Der Kaiser! 23. Jan 2012

xD

berritorre 23. Jan 2012

... dann wundert einen das nicht mehr. Keine Ahnung, wie das in Deutschland ist. Hier in...

hschu 23. Jan 2012

Das sagen meiner Erfahrung nach meist solche Leute, die im amerikanischen Original dann...

Freiheit statt... 23. Jan 2012

Jup. Nicht nur die Fehler sind teilweise wirklich ins Auge stechend, sondern auch der...


Folgen Sie uns
       


Mercedes EQV Probe gefahren

Trotz hohem Stromverbrauch kommt man mit dem EQV gut durch die Republik.

Mercedes EQV Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /