Abo
  • IT-Karriere:

Sammelklage: Nicht-Abwerbe-Pakt zwischen Apple und Adobe

In den USA sind Gerichtsdokumente aufgetaucht, die belegen, dass es Absprachen zwischen etlichen der großen IT-Firmen gegeben hat. Demnach gab es keine gegenseitige Abwerbung von Mitarbeitern. Das hätte den Wettbewerb um Talente ausgehebelt, heißt es in einer Sammelklage gegen die betroffenen Unternehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple-Chef Steve Jobs pflegte Nicht-Abwerbe-Pakte mit Adobe und Pixar.
Apple-Chef Steve Jobs pflegte Nicht-Abwerbe-Pakte mit Adobe und Pixar. (Bild: Kimihiro Hoshino/AFP/Getty Images)

In den USA läuft eine Sammelklage gegen etliche große Computerfirmen. Dazu gehören Adobe, Apple, Google, Intel, Intuit, Lucasfilm und Pixar. Die betroffenen Unternehmen sollen Vereinbarungen getroffen haben, sich gegenseitig keine Mitarbeiter abzuwerben. Durch Techcrunch bekanntgewordene Gerichtsdokumente zeigen in Ansätzen, wie das System zwischen den einzelnen Firmen funktionierte. Allerdings sind ganze Passagen in den Gerichtsdokumenten geschwärzt und damit nicht einsehbar.

Stellenmarkt
  1. LORENZ Life Sciences Goup, Frankfurt am Main
  2. Bisping & Bisping GmbH & Co. KG, Lauf an der Pegnitz

Im Mai 2005 hat es zwischen dem damaligen Apple-Chef Steve Jobs und dem damaligen Adobe-Chef Bruce Chizen die Absprache gegeben, sich gegenseitig keine Mitarbeiter abzuwerben. Die Gerichtsdokumente zitieren aus einer E-Mail der damaligen Personalchefin von Adobe: "Bruce [Chizen] und Steve Jobs haben eine Vereinbarung getroffen, wonach wir KEINE Mitarbeiter von Apple abwerben und umgekehrt". Diese Information sollte dann an alle Personalabteilungen Adobes auf der ganzen Welt weitergereicht werden, sie galt also nicht nur für den US-Markt.

Auch von der Personalchefin von Pixar liegt eine vergleichbare E-Mail vom April 2007 vor. Darin wird auch davon gesprochen, dass eine solche Vereinbarung bereits zwischen Pixar und Lucasfilm existierte. Ein solches Nicht-Abwerbe-Abkommen sollte es nun auch zwischen Pixar und Apple geben.

Palm ging kein Abkommen mit Apple ein

Aber nicht alle Firmen spielten hierbei mit. So soll Apple auch dem damaligen Palm-Chef Ed Colligan Mitte 2007 eine entsprechende Vereinbarung vorgeschlagen haben, die Palm abgelehnt hatte. Colligan ging davon aus, dass eine solche Vereinbarung "nicht nur falsch, sondern vermutlich auch illegal sei" und weigerte sich, auf den Vorschlag von Steve Jobs einzugehen.

Möglicherweise enthalten die Gerichtsdokumente weitere Belege dafür, dass es noch zwischen anderen Firmen entsprechende Vereinbarungen gab. Allerdings sind Passagen zu Intel und Google in dem Dokument geschwärzt. Die E-Mails wurden vom US-Justizministerium gesammelt, das zu den Vorfällen bereits ermittelt hatte. Es ging dabei um Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht, weil Firmen Vereinbarungen getroffen haben sollen, sich gegenseitig keine Mitarbeiter abzuwerben. Das Verfahren wurde eingestellt und die betroffenen Firmen verpflichteten sich, keine solchen Abkommen mehr zu nutzen.

Ein Softwareentwickler hatte dann im Mai 2011 eine Sammelklage gegen die genannten Firmen eingereicht. Die Kläger beschuldigen die Firmen, ein Kartell gebildet zu haben, damit sie sich gegenseitig keine Mitarbeiter abwerben. Dadurch wollten sie die Personalkosten möglichst gering halten und haben damit die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten der Angestellten künstlich beschränkt. Mitarbeiter hätten aufgrund der Absprache keine Chance, ihre Arbeitssituation zu verbessern, so die Kläger.

Am 26. Januar 2012 gibt es in dem Verfahren eine Anhörung vor Gericht.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,67€
  2. 4,99€
  3. 25,49€
  4. 4,99€

fastmouse 24. Jan 2012

Wenn ich Arbeitnehmer bin, kann ich hingehen wo ich will! Denn so eine Vereinbarung heißt...

zZz 23. Jan 2012

money talks

ChMu 23. Jan 2012

Woher hast Du die Info das diese Absprachen illegal waren? Du hast bereits...

0mega 22. Jan 2012

Warum antwortest du damit auf mein post, ich hab die lediglich als anschauliche...

brusch 22. Jan 2012

Irgendein zusammenhangloses Tabu-Wort in die Runde werfen - in welchem Parteilehrjahr...


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Test

5fach-Teleobjektiv und lichtstarker Sensor - das Huawei P30 Pro hat im Moment die beste Smartphone-Kamera.

Huawei P30 Pro - Test Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck

  1. Urheberrecht Axel-Springer-Verlag klagt erneut gegen Adblocker
  2. Whitelisting erlaubt Kartellamt hält Adblocker-Nutzung für "nachvollziehbar"
  3. Firefox Klar Mozilla testet offenbar Adblocker

Passwort-Richtlinien: Schlechte Passwörter vermeiden
Passwort-Richtlinien
Schlechte Passwörter vermeiden

Groß- und Kleinbuchstaben, mindestens ein Sonderzeichen, aber nicht irgendeins? Viele Passwort-Richtlinien führen dazu, dass Nutzer genervt oder verwirrt sind, aber nicht unbedingt zu sichereren Passwörtern. Wir geben Tipps, wie Entwickler es besser machen können.
Von Hanno Böck

  1. Acutherm Mit Wärmebildkamera und Mikrofon das Passwort erraten
  2. Datenschutz Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext
  3. Fido-Sticks im Test Endlich schlechte Passwörter

Fitbit Versa Lite im Test: Eher smartes als sportliches Wearable
Fitbit Versa Lite im Test
Eher smartes als sportliches Wearable

Sieht fast aus wie eine Apple Watch, ist aber viel günstiger: Golem.de hat die Versa Lite von Fitbit ausprobiert. Neben den Sport- und Fitnessfunktionen haben uns besonders der Appstore und das Angebot an spaßigen und ernsthaften Anwendungen interessiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Smartwatch Fitbit stellt Versa Lite für Einsteiger vor
  2. Inspire Fitbits neues Wearable gibt es nicht im Handel
  3. Charge 3 Fitbit stellt neuen Fitness-Tracker für 150 Euro vor

    •  /