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Solarzellen statt Filme: Kodak sucht nach neuem Geschäftsfeld

Kodaks Maschinenpark für die Filmherstellung wird möglicherweise bald zweckentfremdet: Das insolvente Unternehmen kooperiert mit dem US-Solarzellen-Hersteller Natcore.
/ Werner Pluta
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Filme von Kodak: Solarzellen auf Fertigungsanlagen für Filme (Bild: Gary Cameron/Reuters)
Filme von Kodak: Solarzellen auf Fertigungsanlagen für Filme Bild: Gary Cameron/Reuters

Der insolvente Kamera- und Filmhersteller Kodak sucht derzeit nach neuen Geschäftsfeldern. Eine Möglichkeit: Kodak könnte künftig Solarzellen produzieren.

Kodak kooperiere mit dem Solarzellenhersteller Natcore Technologies, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin Technology Review(öffnet im neuen Fenster) . Das Unternehmen aus Red Bank im US-Bundesstaat New Jersey stellt Dünnschichtzellen nach einer neuen Technik her, die an der Rice-Universität entwickelt wurde.

Dabei wird bei niedriger Temperatur mit Hilfe von Flüssigkeit eine Nanobeschichtung auf ein Trägermaterial aufgebracht. Bislang geschieht das bei hoher Temperatur mit Hilfe von Gas. Vorteil des neuen Verfahrens ist, dass es günstiger ist.

Die mit Nanoröhrchen beschichteten Dünnschichtsolarzellen sollen auf den Maschinen hergestellt werden, auf denen Kodak bisher seine Filme produziert hat. Unter anderem wegen der existierenden Fertigungsanlagen könnten diese Module deutlich günstiger werden als die siliziumbasierten Solarzellen, die heutzutage auf dem Markt sind.

Allerdings ist der Wettbewerb auf diesem Markt hart und die Preise wegen eines Überangebots an Zellen ohnehin derzeit recht niedrig.


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