Freier Texteditor: Mit Vim auf dem iPad programmieren
Der freie Texteditor Vim ist auf iOS portiert(öffnet im neuen Fenster) worden und lässt sich beispielsweise auf dem iPad nutzen. Zu bearbeitende Dateien werden über iTunes im- und exportiert. Laut Entwickler funktioniert die iOS-Variante weitgehend so wie die Unix- oder Linux-Version. Einige Anpassungen mussten die Entwickler jedoch vornehmen(öffnet im neuen Fenster).
Vim läuft auf dem iPad in einer Sandbox. Damit können auch nur die Dateien bearbeitet werden, die sich im $HOME-Verzeichnis der Anwendung befinden. Dateien außerhalb des Ordners können nur zum Lesen geöffnet werden. Über iTunes importierte Daten landen automatisch im Heimverzeichnis des freien Editors.
Statt die virtuelle Tastatur mit einer weiteren Tastenreihe auszustatten, um die fehlenden Tasten wie ESC oder ALT nachzurüsten, haben sich die Entwickler entschieden, lediglich die wichtigste Taste zu mappen: Esc wird über die Backslash-Taste emuliert, damit Entwickler in den Einfüge-Modus gelangen. Das Navigieren und Markieren von Textteilen innerhalb einer Datei erfolgt über den Touchscreen.
Ansonsten bietet Vim auch unter iOS ähnliche Funktionen wie die Syntaxhervorhebung für jeweilige Programmiersprachen, die integrierte Skriptsprache für interne Erweiterungen, Makroaufnahmen oder mehrere Zwischenablagen.
Der Quellcode(öffnet im neuen Fenster) der iOS-Portierung steht unter der OSI-Lizenz Vim License und darf angepasst, verändert oder weitergegeben werden. Vim ist eine sogenannte Charityware, wer sie verwendet, kann eine Spende für bedürftige Kinder in Uganda(öffnet im neuen Fenster) tätigen. Vim für iOS ist ebenfalls kostenlos.
Verantwortlich für die Portierung ist die Firma Applidium. Sie hatte auch den Mediaplayer VLC auf iOS portiert, der nach einem Streit mit dem Videolan-Projekt aber wieder aus dem Appstore verschwand.
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