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Linux: Erste Vorabversion zeigt Neuerungen im Kernel 3.3

Linus Torvalds hat den ersten Release Candidate des Linux-Kernels 3.3 veröffentlicht und damit die wesentlichen Änderungen für die nächste Kernel-Version festgelegt. Darunter sind die Byte Queue Limits, die die Netzwerkfähigkeiten deutlich verbessern sollen.

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Für den Kernel 3.3 beginnt nun die Testphase.
Für den Kernel 3.3 beginnt nun die Testphase. (Bild: Martin St-Amant/CC-BY-SA-3.0)

Mit der Veröffentlichung der ersten Vorabversion des Linux-Kernels 3.3 hat Linus Torvalds die wichtigsten Änderungen in der nächsten Kernel-Version abgesegnet. Unter anderem sollen die Byte Queue Limits (BQL) insgesamt für einen besseren Datendurchsatz des Netzwerkstacks sorgen. Außerdem gibt es mit Fiops einen neuen Scheduler für Flash-Speicher und SSDs. Ferner wurde die Unterstützung für ACPI 5.0 erweitert. Damit sollen teils auffällige Fehler in der Energieverwaltung behoben und die Unterstützung für neue Chipsätze integriert werden, etwa Intels Ivy Bridge.

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Mit dem Extended Verification Module kann der Kernel digitale Signaturen nach RSA verifizieren. Die Kernel-Hacker haben sich auch einem Problem gewidmet, bei dem es im Zusammenhang mit den Transparent Huge Pages zu Verzögerungen beim Schreiben auf langsame externe Speichermedien, etwa USB-Sticks, kam.

Neben den Byte Queue Limits erhält Kernel 3.3 auch einen sogenannten Team-Netzwerktreiber, der mit wenig Overhead den Zusammenschluss mehrerer Netzwerkgeräte ermöglicht. Dazu gibt es bereits die entsprechenden Konfigurationswerkzeuge. Der TCP-Stack erhält die Möglichkeit, den Speicher zu begrenzen, den TCP-Puffer nutzen können. Mit einem virtuellen Switch (Open vSwitch) lassen sich Netzwerke zwischen virtuellen Maschinen besser verwalten. Der NFC-Stack beherrscht das Logical Link Control Protokoll (LLCP).

Zudem soll Linux 3.3 den virtuellen Speicher in den HD-7000-Chipsätzen von Radeon unterstützen. Die dafür benötigten Codeänderungen sind umfangreich. Allerdings sind noch rechtliche Fragen zu klären, bevor Anwender den Code nutzen dürfen. Der Evergreen-Chipsatz von AMD und der Nouveau-Treiber für Nvidia-Chipsätze können Audio über den HDMI-Port ausgeben und die Chipsatzreihe NDV0 alias Fermi verwendet Page-Flipping. Der Grafiktreiber für die Intel-Chipsätze Sandy und Ivy Bridge wurde aktualisiert und auch mit zahlreichen Bugfixes versehen. In dem Poulsbo-Treiber für Intels GMA500-Chipsätze wurden ebenfalls zahlreiche Fehler behoben.

Microsofts virtueller Netzwerktreiber für Hyper-V und der Treiber für Intels GM500-Chipsatz haben den Staging-Bereich verlassen und sind nun fester Bestandteil des Kernels. Die Prozessoren in Nvidias Tegra30-Chipsätzen werden künftig unterstützt.

Ab sofort läuft die Testphase für Kernel 3.3, die etwa sechs Wochen dauert. Die finale Version wird demnach Anfang bis Mitte März erscheinen. Der Sourcecode der ersten Vorabversion steht unter kernel.org zum Download bereit. Alle Änderungen sind über Gitweb abrufbar.



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