Kansas City: Googles 1-GBit/s-Glasfasernetzwerk kommt nicht voran
Das Google-Projekt für ein 1-GBit/s-Glasfasernetzwerk in Kansas City (Kansas) steht wegen bürokratischer Hürden infrage. Das berichtet die Zeitung Kansas City Star(öffnet im neuen Fenster) . Der Internetkonzern Google bekommt bislang keine Genehmigung dafür, die Glasfaserkabel zu seinen Bedingungen an den Strom- und Kabelfernsehmasten aufzuhängen und kann darum noch nicht mit dem Open-Access-Netzwerk aktiv werden.
Als Google im Februar 2010 ankündigte(öffnet im neuen Fenster) , eine ganze Stadt in den USA mit Glasfaser zu versorgen, bewarben sich über 1.100 Städte(öffnet im neuen Fenster) . Am 30. März 2011 konnte Kansas(öffnet im neuen Fenster) den Zuschlag erhalten. Google erklärte, dass der Bau des Netzwerkes Ende 2011 beginnen solle. Der Preis sollte "konkurrenzfähig zu üblichen Internetzugängen" in der Stadt sein. Die Verfügbarkeit der Fibre-To-The-Home-Zugänge für die Menschen in Kansas City würde im ersten Quartal 2012 hergestellt, so Google. Doch heute ist es den Bewohnern der Stadt immer noch nicht möglich, sich als künftige Google-Kunden zu registrieren. Auch die Preise wurden noch nicht bekanntgegeben.
Für die Masten, an die das oberirdisch verlegte Netzwerk installierte werden soll, ist das Unified Government von Wyandotte County zuständig, dem der Verwaltungsrat der öffentlichen Versorgungsbetriebe (Board of Public Utilities – BPU) von Kansas City untersteht. Laut dem Bericht der Zeitung ist ein Streit darüber entbrannt, in welchem Abstand zu den anderen Kabeln und zu welchem Preis die Installation erfolgen kann. Google hatte mit Wyandotte County vertraglich vereinbart, seine Kabel nahe den elektrischen Kabeln aufhängen zu dürfen. Doch für diesen Bereich gibt es viele Sicherheitsbestimmungen und die Arbeiten in der Nähe elektrischer Kabel sind teurer. Google hat gegenüber der Zeitung einen Kommentar zu dem Streit und der Verzögerung abgelehnt. Doch der Konzern hat den Bau des Glasfasernetzwerks noch nicht begonnen und den Betriebsbeginn auf die erste Jahreshälfte 2012 verlegt.
"Wir haben immer noch keine Genehmigung für die Vereinbarung" , sagte BPU-Sprecher David Mehlhaff. In den nächsten zwei Wochen erwartet er, dass alle Details ausgearbeitet sind.
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