Spiele und Jugendschutz: "War es wirklich die Gewalt?"

Studien zum Zusammenhang zwischen Computerspielen und Gewalt gibt es viele - und sie kommen zu den unterschiedlichsten Ergebnissen. In einem Interview erklärt jetzt ein Wissenschaftler der Universität Gent, warum er von der Arbeit seiner Kollegen wenig hält.

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Counter-Strike Global Offensive
Counter-Strike Global Offensive (Bild: Valve Software)

Wer herausfinden möchte, welche Auswirkungen Games auf das Innenleben von Spielern haben und dazu die Auswirkungen von Counter-Strike mit denen von Tetris vergleicht, begeht einen Fehler - findet jedenfalls Malte Elson, Diplom-Psychologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Media & ICT der Universität Gent. Seiner Ansicht nach sind die Titel zu unterschiedlich - das eine ist beispielsweise nur zweidimensional. Deshalb ist es " also häufig sehr schwer zu sagen, was genau die Unterschiede, die man gemessen hat, ausgemacht hat. War es wirklich die Gewalt - oder war es eine andere Variable, die bei einem Spiel vorhanden ist und beim anderen nicht?", sagte Elson im Interview mit Telemedicus.info. Die Auswirkungen der Dreidimensionalität allein seien aber bislang nicht systematisch untersucht worden.

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Elson kritisiert in dem Gespräch auch die Methoden, mit denen bei Studien gemessen werden soll, ob sich Spieler etwa nach einer Runde mit einem Egoshooter aggressiver verhalten als die Mitglieder einer Vergleichsgruppe. Der oft verwendete Competitive Reaction Time Task (CRTT) etwa, bei dem die Probanden einen Gegner mit unangenehmen Geräuschen quälen können. Von diesen Tests gebe es aber mehrere Versionen, die angeblich zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen führen würden.

"In der Studie, die ich durchgeführt habe, hat sich gezeigt, dass man sowohl Belege dafür finden kann, dass Gewalt in Computerspielen aggressiv macht, als auch dafür, dass sie keinen Effekt hat oder sogar eher friedlich macht - nur indem man verschiedene Versionen des CRTT einsetzt. Das stellt natürlich die Sinnhaftigkeit dieses Tests sehr infrage", so Elson. Ein weiteres Problem sei, dass die Auswirkungen etwa von Computerspielen meist mit Hilfe von Probanden aus dem Umfeld der Universitäten untersucht würden - klassischerweise also mit Psychologiestudenten aus gutem Elternhaus. Dieser Personenkreis sei aber nicht unbedingt typisch für die Menschen, die tatsächlich Spiele spielen.

Elson findet Jugendmedienschutz zwar wichtig - aber eben nur für Kinder und Jugendliche. Er hält es für "bedenklich, politische Entscheidungen, die auf Wertvorstellungen beruhen, mit Forschungsergebnissen zu untermauern, die eine solche Argumentation einfach nicht hergeben." Die gesellschaftlichen Auswirkungen von Gewalt in Games spielen seiner Meinung nach eine eher untergeordnete Rolle.

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slashwalker 23. Jan 2012

Ich spiele Shooter UND höre Metal, bin also doppelt gefährlich -.-

Tux0ne 23. Jan 2012

Die Anschauungen der Wissenschaftler beziehen sich meistens auf irgendwelche extremen...

1e3ste4 21. Jan 2012

Kommt nach dem LG Prada-Handy jetzt noch eins von Monty Python?

Sharra 20. Jan 2012

Gefährdung auf Null reduzieren... Ist klar. Wenn man eine Gefahr nur dadurch reduzieren...

7hyrael 20. Jan 2012

die ganze studie anhand von "typischen" Spielern festzumachen ist ausgemachter dumfug...



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