• IT-Karriere:
  • Services:

Quantified Self: Wem gehört unser vermessenes Leben?

Unsere privatesten Daten - wie gut schlafe ich, wie viel rauche ich, wie schwer bin ich - sind für andere ein lukratives Geschäftsfeld. Wie können wir von uns selbst erhobene Körperdaten schützen - und sollten wir das überhaupt?

Artikel veröffentlicht am , Peter Bihr/thirdwaveberlin.com
Vermessen, verglichen, öffentlich
Vermessen, verglichen, öffentlich (Bild: Nike)

Es soll uns nicht nur fitter und informierter machen, sondern sogar noch Spaß bringen: Selbstvermessung oder Quantified Self. Mit Sensoren, Smartphones und Webapps erfahren wir mehr über uns selbst. Jedoch nicht nur wir. Uns selbst zu vermessen bedeutet, die heikelsten aller Daten zu erfassen: Verhalten, Körperdaten, Bewegungsmuster. Während das Missbrauchsrisiko bei Daten zu Tiefschlaf- und Traumphasen oder Restaurantbesuchen vergleichsweise gering erscheint, sieht das bei Finanz-, Gesundheits- und Bewegungsdaten schon ganz anders aus. Die Kernfragen im Umgang mit derlei Informationen sind daher: Wem gehören die Daten? Wer kann damit was anstellen? Datenschutz, Privatsphäre und auch Datenbesitz werden zu ganz konkreten politischen Themen, das Missbrauchspotenzial ist enorm.

Inhalt:
  1. Quantified Self: Wem gehört unser vermessenes Leben?
  2. Wer interessiert sich für unsere Daten?
  3. Die Pflicht, Daten zu teilen

Dabei ist entscheidend, wie mobil die erfassten Daten sind. Können Nutzer ihre Daten importieren und exportieren? Können die Services per API kombiniert werden? Kein Dienst versteht die Integration externer Datenquellen bisher so gut wie Runkeeper. Was als relativ einfache Android-App für Jogging angefangen hat, ist inzwischen zur massiven Plattform gewachsen. Runkeeper aggregiert jede Menge Daten aus vielen unterschiedlichen Quellen, wie Schlafverhalten, Training, Diabetes, Ernährung sowie allgemeinere Gesundheits- und Aktivitätsdaten. Über ein leistungsfähiges API, den sogenannten Health Graph, können externe Entwickler Anwendungen über die Runkeeper-Plattform bauen. Kaum ein anderer Quantified-Self-Anbieter ist derzeit so gut für diese Zukunft positioniert wie Runkeeper. Hier können Nutzer all ihre Daten in einer Quelle zusammenführen.

  • Blutzucker-Messmodul Glucodock
  • Runkeeper
  • Jawbone Up
  • Jawbone Up
  • Eatery von Massive Health
  • Zeo Sleep Manager - Mobile
Runkeeper

Doch wer hat ein Recht auf diese Daten? Einfache Antworten gibt es nicht, da verschiedenste Aspekte betrachtet werden müssen. Was für Daten erfassen wir? Das ist je nach Dienst sehr unterschiedlich. Wo werden die Daten erfasst, gespeichert und verarbeitet? In der Regel liegen die Daten in der Cloud und werden nicht lokal gespeichert; womöglich würden einige Nutzer einen Aufschlag bezahlen, wenn sie die Daten lokal speichern könnten. Wo sitzt die Betreiberfirma und welcher Jurisdiktion unterliegt sie? Wie sehen die Datenschutzbestimmungen in diesem Land aus? Wie reagiert die Firma, wenn die örtlichen Sicherheitsbehörden Zugriff auf Nutzerdaten fordern? Und schließlich: Wie teilen wir die Daten?

Hier gibt es hochgradig anonymisierte, aggregierte Datensätze, wie es in der medizinischen Forschung üblich ist. Der Genanalysedienst 23andme beispielsweise übergibt Datensätze nur anonymisiert für Forschungszwecke und legt ansonsten großen Wert auf Vertraulichkeit und Sicherheit. Andere Anbieter arbeiten aber mit komplett veröffentlichten, nichtanonymisierten Datensätzen. Bei Foursquare etwa entsteht ein weitgehend öffentlich zugänglicher Datensatz über die Beliebtheit von Bars und Restaurants, der über ein API recht zugänglich ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Wer interessiert sich für unsere Daten? 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-60%) 23,99€
  2. 4,99€
  3. 18,99€
  4. 4,32€

Charles Marlow 20. Jan 2012

Nein, ich bin glücklicherweise KEIN Lehrer. 15 Jahre Schule haben mir VOLLAUF gereicht! ;)

Charles Marlow 20. Jan 2012

Identified macht's möglich. Heute noch freiwillig, morgen schon notwendig, übermorgen...

Bobby S. 19. Jan 2012

Natürlich wird die legale Verwendung der Daten mit grosser Wahrscheinlichkeit keine...

altavista 19. Jan 2012

ne, das hab ich so nicht aus dem Text gelesen. auf die fremde Erfassung der Daten ist der...

omo 19. Jan 2012

Wir benötigen Agenturen für die Koordination von Anbieterpositionen. Managements...


Folgen Sie uns
       


Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test

Die neue Pocket Cinema Camera 6k von Blackmagicdesign hat nur wenig mit DSLR-Kameras gemein. Die Kamera liefert Highend-Qualität, erfordert aber entsprechendes Profiwissen - und wir vermissen einige Funktionen.

Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test Video aufrufen
Mobile-Games-Auslese: Märchen-Diablo für Mobile-Geräte
Mobile-Games-Auslese
Märchen-Diablo für Mobile-Geräte

"Einarmiger Schmied" als Klasse? Diablo bietet das nicht - das wunderschöne Yaga schon. Auch sonst finden sich in der neuen Mobile-Games-Auslese viele spannende und originelle Perlen.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Fantasypixel und Verkehrsplanung für unterwegs
  2. Mobile-Games-Auslese Superheld und Schlapphutträger zu Besuch im Smartphone
  3. Mobile-Games-Auslese Verdrehte Räume und verrückte Zombies für unterwegs

Energiewende: Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze
Energiewende
Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

Wasserstoff ist wichtig für die Energiewende. Er kann als Treibstoff für Brennstoffzellenautos genutzt werden und gilt als sauber. Seine Herstellung ist es aber bislang nicht. Karlsruher Forscher haben nun ein Verfahren entwickelt, bei dem kein schädliches Kohlendioxid entsteht.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Brennstoffzelle Deutschland bekommt mehr Wasserstofftankstellen
  2. Energiewende Hamburg will große Wasserstoff-Elektrolyseanlage bauen

Radeon RX 5500 (4GB) im Test: AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren
Radeon RX 5500 (4GB) im Test
AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren

Mit der Radeon RX 5500 hat AMD endlich wieder eine sparsame und moderne Mittelklasse-Grafikkarte im Angebot. Verglichen mit Nvidias Geforce GTX 1650 Super reicht es zum Patt - aber nicht in allen Bereichen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Workstation-Grafikkarte AMDs Radeon Pro W5700 hat USB-C-Anschluss
  2. Navi-Grafikeinheit Apple bekommt Vollausbau und AMD bringt RX 5300M
  3. Navi-14-Grafikkarte AMD stellt Radeon RX 5500 vor

    •  /