FTTH und FTTB: Nur 0,4 Prozent der deutschen Haushalte nutzen Glasfaser

Deutschland liegt bei der Verbreitung von Fibre To The Home (FTTH) und Fibre To The Building (FTTB) im europäischen Vergleich weiter zurück. Ende 2011 waren eine Million Haushalte mit FTTH versorgt. Das geht aus einer aktuellen Studie von Idate hervor, die das FTTH Council Europe am 18. Januar 2012 vorgelegt hat. Nur 166.000 Kunden haben einen FTTH- oder FTTB-Zugang, dies sind 0,4 Prozent aller Haushalte. Auch im Februar 2011 war die Lage wenig anders.
Das FTTH Council Europe(öffnet im neuen Fenster) ist eine Branchenorganisation, in der Netzwerkausrüster wie Alcatel-Lucent, Cisco, Ericsson, Motorola, Nokia Siemens Networks, Huawei und Glasfaserkabelhersteller zusammengeschlossen sind. Die schnellen FTTH-Internetanschlüsse würden laut der Studie hauptsächlich von kleineren Unternehmen in großen Städten aufgebaut und oft von Kommunen und Versorgungsunternehmen unterstützt.
Die Deutschen sind laut der Studie nur schwer als Kunden für Fibre-To-The-Home zu gewinnen: Nur einer von sechs angeschlossenen Haushalten entschließt sich zu einem Vertragsabschluss beim Betreiber. Die Gründe für das geringe Interesse seien laut FTTH Council Europe lange Vertragsbindungen von bis zu 24 Monaten und fehlende oder schlechte Vermarktung der Zugangsangebote.
Glasfaser: Schweden, Norwegen und Litauen bereits bei über zehn Prozent
In Schweden, Norwegen und Litauen nutzen bereits mehr als zehn Prozent aller Haushalte FTTH oder FTTB. Auch Frankreich, die Niederlande, Russland und die Türkei hätten einen erheblichen Vorsprung.
"Es bleibt abzuwarten, ob das Jahr 2012 eine Änderung in der FTTH-Positionierung Deutschlands bringen wird" , sagte Hartwig Tauber, Generaldirektor des FTTH Council Europe.



