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Quantified Self: Ich tracke, also bin ich

Herzfrequenz, Blutzucker, Schrittzahl, Schlafverhalten: Selbstvermessung kommt in Mode. Unsere Sehnsucht nach Fitness und Selbstbestimmung eröffnet App-Anbietern einen gigantischen Markt - und schafft ebenso enorme Mengen persönlicher Daten.

Artikel veröffentlicht am , Peter Bihr/thirdwaveberlin.com
Quantified Self: Ich tracke, also bin ich
(Bild: Michael Kappeler/AFP/Getty Images)

Dort, wo die Grenzen zwischen Gesundheitswesen und Fitness verwischen, ist eine ganze Bewegung entstanden, deren Mitglieder sich nur mit einem beschäftigen: mit sich selbst. Herzfrequenz, Blutzucker, Kalorienverbrauch, Schrittzahl, Schlafverhalten - unzählige Apps machen es jedem möglich, seine Körperfunktionen zu messen und mit denen anderer zu vergleichen. Mit faszinierender Geschwindigkeit entwickelt sich diese Quantified-Self-Bewegung von einer Nischenerscheinung zum Mainstream. Die nötige Technik steht heute jedem zur Verfügung. Der weltweite Markt ist gigantisch, und er wächst stetig.

Inhalt:
  1. Quantified Self: Ich tracke, also bin ich
  2. Die Daten sammeln sich quasi von selbst
  3. Daten teilen

Die ersten Vorstöße in den Massenmarkt sehen wir schon seit einigen Jahren. Der Sportartikelhersteller Nike vermarktet mit dem Jogging-Service Nike+ bereits seit 2006 ein massentaugliches Quantified-Self-Paket. Flächendeckend ist der große Durchbruch bislang allerdings ausgeblieben. Das ändert sich gerade. Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht mehrere Apps, Webservices oder tragbare Sensoren auf den Markt kommen, um unseren körperlichen Zustand und unser Verhalten in Zahlen zu fassen. Sportartikelhersteller (Nike+), Medizinversorger (Medisana), Gadgetproduzenten (Jawbone), Telefonprovider (T-Mobile, AT&T) oder Internetstartups (Massive Health, Runkeeper) bieten entsprechende Dienste an und konkurrieren um die besten Plätze in einem Markt, der sich im Umbruch befindet.

Den Spieltrieb wecken

Ihre Apps unterscheiden sich durch verschiedene Herangehensweisen. Stand-Alone-Apps verlassen sich auf externe Sensoren, während integrierte Systeme wie Nike+ Sensoren und die dazugehörige Software aus einer Hand liefern. Bei einigen Diensten müssen Nutzer manuell ihre Daten eingeben, wie bei Foursquare, während andere Services unauffällig im Hintergrund Daten sammeln wie im Falle des Fitbit.

  • Blutzucker-Messmodul Glucodock
  • Runkeeper
  • Jawbone Up
  • Jawbone Up
  • Eatery von Massive Health
  • Zeo Sleep Manager - Mobile
Jawbone Up

Allen gemeinsam ist, dass sie dank digitaler Vernetzung und zunehmend günstiger Sensoren das früher recht aufwendige Erheben von Körperdaten über einen längeren Zeitraum zu einem Spaß machen, der neben Quantified Self noch weitere trendige Namen trägt: Body Tracking, Living By Numbers, Self Tracking oder Life Logging. Die Quantified-Self-Dienste sind sehr geschickt darin, den Spieltrieb anzuregen. Ob Punkte für Barbesuche gesammelt oder Freunde durch die Länge der Joggingstrecke ausgestochen werden, Gamification ist das Buzzword der Stunde.

Inhalt:
  1. Quantified Self: Ich tracke, also bin ich
  2. Die Daten sammeln sich quasi von selbst
  3. Daten teilen
Die Daten sammeln sich quasi von selbst 
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ingafrey 18. Jun 2015

Hallo zusammen, ich schreibe momentan meine Bachelorarbeit und untersuche das Thema...

0xDEADC0DE 19. Jan 2012

Denken auch, hör lieber damit auf...

Little_Green_Bot 18. Jan 2012

Doch, es ist ist schon das Gefühl, dass man etwas "richtig" macht, wenn man so ein...

samy 18. Jan 2012

tracken ohne die Ergebnisse bei Facebook hochzuladen. Für Sport kann man bestimmte Apps...


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