Kritik an Apples Siri: Steve Wozniak lobt Android-Sprachsteuerung
Nach Auffassung des Apple-Mitbegründers Steve Wozniak hat sich die iOS-Sprachsteuerung Siri deutlich verschlechtert, seitdem sie zum Funktionsumfang des iPhone 4S gehört, so zitiert ihn The Daily Beast(öffnet im neuen Fenster) . Wozniak berichtet, er habe die Siri-Sprachsteuerung lange Zeit auf seinem iPhone 4 benutzt und sei sehr zufrieden damit gewesen. Auf dem iPhones 4S arbeite Siri nicht mehr, wie er es gewohnt gewesen sei.
Mittlerweile hat Apple Siri als eigenständige iOS-Anwendung aus dem App Store verbannt. Wer Siri verwenden will und die Anwendung nicht schon gekauft hat, muss also derzeit auf das iPhone 4S wechseln. Für andere iPhone-Modelle bietet Apple Siri nicht an.
Wozniak kritisiert an der Siri-Implementierung im iPhone 4S, es komme immer wieder vor, dass Siri gar nicht verwendet werden könne. Denn Siri greife auf Apple-Server zu und wenn diese nicht erreichbar seien, gebe es auf dem iPhone 4S eben keine Sprachsteuerung. Für Wozniak ein großes Ärgernis. Zudem kritisiert Wozniak, dass sich die Erkennungsleistung verschlechtert habe. Dadurch würden Befehle falsch verstanden. Auch bei Fragen, die der vorherigen Siri-Version keine Probleme bereitet hätten, scheitere Siri auf dem iPhone 4S.
Frühere Siri-Version war besser
Wozniak schildert, wie er Siri nach den fünf größten Seen in Kalifornien gefragt hat. Die alte Siri-Version gab die korrekte Antwort, während die neue Siri-Version ihm nur Immobilienangebote zeigt anstatt die Frage zu beantworten. Auch konnte die alte Siri-Version die Frage beantworten, wie die Primzahlen größer als 87 lauten. Die iPhone-4S-Version von Siri gibt als Antwort auf diese Frage Hinweise auf Restaurants und ebenfalls Immobilienangebote.
Aber auch im Vergleich zur Konkurrenz schneide das iPhone-4S-Siri schlechter ab. Wozniak vergleicht Apples Spracherkennung mit der von Android, die deutlich weniger Fehler mache. Immer wieder scheiterte er, ein bestimmtes Steak-Restaurant mit Siri auf dem iPhone 4S anzurufen, was auf seinem Galaxy Nexus mit Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich anstandslos funktionierte. Er lobt zudem, dass die Android-Sprachsteuerung niemals mit dem Hinweis ausgefallen sei, dass gerade der zuständige Server nicht erreichbar ist.
Android-Smartphones mit besserer GPS-Navigation als das iPhone
Nach Wozniaks Auffassung sind Android-Smartphones in einer weiteren Disziplin deutlich besser als Apples iPhone: bei der GPS-Navigation. Die Android-Version von Google Maps erhält regelmäßig Updates, während die iOS-Version von Google Maps deutlich seltener aktualisiert wird. Dadurch erhalten Besitzer eines Android-Smartphones ohne Aufpreis eine bessere Navigationslösung als iPhone-Käufer.
Obwohl er Googles Android diesbezüglich im Vorteil vor Apples iOS sehe, sei das iPhone sein primäres Mobiltelefon, betont Wozniak. Er möge die Schönheit des iPhones, aber er wünschte, das iPhone könnte alles, was sein Android-Smartphone könne. Zudem rate er auch meist zum iPhone-Kauf. Denn die Leute, die ihn um Rat fragten, seien bereits in der Mac-Welt oder hätten Angst vor Computern. Das iPhone ängstigt nach Wozniaks Auffassung diejenigen am wenigsten, die Angst vor zu viel Komplexität haben.
Android nicht so einfach zu bedienen wie iPhone
Android-Smartphones seien nicht so einfach zu benutzen wie das iPhone, allerdings seien sie nicht viel komplizierter, sagt Wozniak. Wer bereit sei, Android ein bisschen zu verstehen, erhalte dann mehr als ein iPhone-Besitzer. Er hasse es, das sagen zu müssen, fügt Wozniak hinzu.
Das liege auch daran, dass Entwickler es einfacher hätten, neue Anwendungen im Android Market zu veröffentlichen. Denn Google kontrolliere den Android Market weniger stark als Apple seinen App Store. So habe er kürzlich mit einem Entwickler bei Foursquare gesprochen, der sich über den bürokratischen Prüfprozess im App Store beklagt habe, weil dieser die Anwendungsentwicklung ausbremse. Im Android Market könnten Entwickler ihre Programme schneller veröffentlichen und zügiger aktualisieren, als das in Apples App Store der Fall sei.
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