IT-Sicherheit: Bundesinnenministerium verbannt iPhone, iPad und Blackberry

Innenminister Friedrich soll in seiner Behörde aus Sicherheitsgründen die Nutzung von Smartphones und Tablets von RIM und Apple untersagt haben. Die Behörde setze auf HTC-Geräte mit spezieller Sicherung.

Artikel veröffentlicht am ,
Hans-Peter Friedrich
Hans-Peter Friedrich (Bild: Carsten Koall/Getty Images)

Im Bundesinnenministerium soll die Nutzung von iPhones, iPads und Blackberrys untersagt worden sein. Das berichtet die Bild-Zeitung aus Sicherheitskreisen. Die Server der Gerätehersteller Apple und Research In Motion stünden in den USA beziehungsweise in Kanada. Vertrauliche Informationen könnten somit in "falsche Hände und Ohren geraten", will die Boulevardzeitung erfahren haben. Auch anderen Ministerien rät Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) demnach von der Nutzung der Smartphones ab, offenbar um eine Bespitzelung der deutschen Regierung durch die verbündeten US-Geheimdienste oder die Unternehmen zu verhindern.

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Friedrich und seine führenden Mitarbeiter im Innenministerium setzten auf Geräte des taiwanischen Herstellers HTC, die mit einer Sicherheitssoftware des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ausgestattet sind, wie die Zeitung weiter erfahren haben will.

Friedrichs Amtsvorgänger Thomas de Maizière (CDU) riet schon im August 2010 Regierungsmitarbeiten und der Bundesverwaltung davon ab, Blackberrys und iPhones beruflich zu nutzen.

Generelles Verbot bestimmter Smartphones in Ministerien

"Die Blackberry-Infrastruktur ist ein geschlossenes firmeneigenes System. Den Zugangsstandard zu unseren Netzen muss aber die Regierung selbst bestimmen können und nicht eine Privatfirma." Jede Organisation müsse eine solche Sicherheitsabwägung im Rahmen eines Risikomanagements treffen. "Jeder muss sein Risiko selber einschätzen können - der Staat für sich und die Wirtschaft für sich", sagte de Maizière.

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Der Sicherheitsexperte der SPD, Sebastian Edathy, regte im August 2010 ein generelles Verbot der Nutzung von bestimmten Smartphones in Ministerien an. "Alle müssen sich an die Warnungen halten. Es wäre fahrlässig, wenn durch eine falsche Nutzung ein Sicherheitsrisiko bei der Regierungsarbeit entsteht", sagte Edathy der Bild. Das BSI hatte wegen Sicherheitsbedenken vor dem Gebrauch von Blackberrys oder iPhones gewarnt. Die Behörde empfahl die Sicherheitslösung Simko 2 der Telekom-Großkundensparte T-Systems für den Datenverkehr. Die Geräte bauten ohne Umwege über Fremdserver eine direkte Verbindung zu einem Behörden- oder Unternehmensnetz auf, die immer über einen VPN-Tunnel gesichert war. Simko 2 unterstützte Smartphonemodelle wie das HTC Touch Pro, das Touch HD und Touch Pro2 und Snap, die alle unter Windows Mobile 6.5. liefen.

De Maizière hat den anderen Ressorts bereits am 19. November 2009 in einem Schreiben geraten, auf die Nutzung sowohl von Blackberrys als auch iPhones zu verzichten.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte Golem.de, dass mit Simko gesicherte Smartphones für Inhalte einer bestimmten Geheimhaltungsstufe eingesetzt würden. Dafür seien iPhone, iPad und Blackberry nicht zertifiziert. "Dafür müssten die Hersteller bestimmte Informationen preisgeben", so der Sprecher.

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Pappnasenbär 18. Jan 2012

Das kann man nie so genau wissen. Ein gesundes Misstrauen gegenüber jeglicher US...

Netspy 18. Jan 2012

Wie ich schrieb, ist es mir bei Blackberrys auch klar - wobei es allerdings kein Verbot...

tilmank 17. Jan 2012

macht ja sonst nur Ärger der Fritze

jayrworthington 17. Jan 2012

Ich bin Grundsätzlich nicht iRONISCH, sonst verschiebt mich golem gleich wieder auf die...

jayrworthington 17. Jan 2012

Grundsätzlich ja, aber die SMSC's stehen nicht im internet, und nur der Provider hat...



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