• IT-Karriere:
  • Services:

Symantec: Geklauter Sourcecode soll bei Scareware-Klage helfen

Eine Klage eines Anwenders in den USA soll beweisen, dass Symantec seine kostenlosen Testversionen als Scareware verbreitet. Eine indische Hackergruppe, die den Quellcode früherer Versionen erbeutete, will ihn zur Unterstützung des Klägers veröffentlichen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der geklaute Sourcecode von Symantec Antivirus soll bei einer Klage gegen Symantec genutzt werden.
Der geklaute Sourcecode von Symantec Antivirus soll bei einer Klage gegen Symantec genutzt werden. (Bild: Gabriel Bouys/AFP/Getty Images)

Die indische Hackergruppe "The Lords of the Dharmaraja" will den von ihnen erbeuteten Quellcode der Anwendung Norton Antivirus am Dienstag, dem 17. Januar 2012 komplett veröffentlichen. Das schreibt der Hacker Yama Tough über sein Twitter-Konto. Als Grund nennt Yama Tough, die Hackergruppe wolle James Gross mit seiner Klage in den USA gegen Symantec unterstützen.

"Symantec ist Scareware"

Stellenmarkt
  1. Universität Passau, Passau
  2. AKKA, Ingolstadt

Gross behauptet, die kostenlosen Testversionen von Symantecs Sicherheitswerkzeugen gebaren sich wie Scareware. Durch zahlreiche falsche Warnungen soll der Anwender dazu gebracht werden, die Software zu kaufen. Die Meldungen zu kritischen Sicherheitslücken oder Fehlern sollen auch dann von der Software generiert werden, wenn auf dem Rechner keine Fehler vorliegen, so der Kläger. Die Klage wurde vor einem Gericht in San Jose im Bundesstaat Kalifornien eingereicht.

In der Klage geht es um die Software PC Tools Registry Mechanic, PC Tools Performance Kit und die Norton Utilities, zu denen auch ein Antivirenprogramm gehört. Bereits am Freitag, dem 13. Januar 2012 hatte die Hackergruppe den Quellcode von etwa 13.000 Dateien veröffentlicht und dazu die Twitter-Nachricht: "Herr Gross, geben Sie ihn an Analysten weiter und gewinnen Sie die Klage." Etwas später drohte die Gruppe, den gesamten Sourcecode zu veröffentlichen. Sie gibt dessen Dateigröße mit 1,7 GByte an.

Quellcode ist echt

Die Dharmaraja-Gruppe behauptet, den Quellcode zu Symantec Antivirus 10.2 und der Software Symantec Endpoint Protection 11.0 von den Servern des Nachrichtendienstes des indischen Militärs erbeutet zu haben. Inzwischen hat Symantec zwar bestätigt, dass es sich bei den bislang veröffentlichten Daten um seinen Quellcode handelt, dementiert aber, dass es ihn dem indischen Militär zur Verfügung gestellt hat. Gleichzeitig weist das Sicherheitsunternehmen die Vorwürfe der Hackergruppe zurück, seine Software zur Verfügung zu stellen, damit Regierungen Hintertüren oder Spyware einbauen können.

Dem Register sagte ein Sprecher des Unternehmens: "Wir würden niemals eine Hintertür in unsere Anwendungen einbauen und auch nicht dabei helfen, eine zu entwickeln."

Die indischen Hacker haben auch Dokumente veröffentlicht, denen zufolge ein indischer Geheimdienst Vereinbarungen mit den Smartphoneherstellern Apple, Nokia und Research In Motion (RIM) hat.

Update vom 17. Januar 2012, 9:10 Uhr

Der Hacker Yama Tough hat sich erneut per Twitter gemeldet: Die Gruppe werde den Quellcode von Symantec Antivirus und PC Anywhere vorerst nicht veröffentlichen. Stattdessen haben die "The Lords of the Dharmaraja" den Sourcecode an die Blackhat-Community weitergegeben, genauer an die Gruppe Antisec. Sie soll den Code durchsuchen und will zunächst mögliche Exploits veröffentlichen.

Um welche Version von Symantecs PC Anywhere es sich handelt, ist zunächst unklar. Symantec hat auf seinem Facebook-Profil bestätigt, dass es sich bei dem erbeuteten Sourcecode um Teile der Software Symantec Endpoint Protection 11.0 und Symantec Antivirus 10.2 handelt, die beide 2007 veröffentlicht wurden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Tachim 17. Jan 2012

/signed

Lala Satalin... 17. Jan 2012

Die beste Antivirus Siute kommt aus dem Hause ESET und heißt NOD32.

SaSi 16. Jan 2012

...klar doch, es gibt in keiner software - sei es windows, osx oder diverse...

S-Talker 16. Jan 2012

Wird wohl nicht nur der Code sein. Oft Libs, Docs, Grafiken etc werden oft mit dem Code...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 8 Pro - Test

Das Oneplus 8 Pro hat eine Vierfachkamera, einen hochauflösenden Bildschirm mit hoher Bildrate und lässt sich endlich auch drahtlos laden - wir haben uns das Smartphone genau angeschaut.

Oneplus 8 Pro - Test Video aufrufen
Cyberpunk 2077 angespielt: Zwischen Beamtenbestechung und Gunplay mit Wumms
Cyberpunk 2077 angespielt
Zwischen Beamtenbestechung und Gunplay mit Wumms

Mit dem Auto von der Wüste bis in die große Stadt: Golem.de hat den Anfang von Cyberpunk 2077 angespielt.
Von Peter Steinlechner

  1. CD Projekt Red Cyberpunk 2077 nutzt Raytracing und DLSS 2.0
  2. Cyberpunk 2077 Die Talentbäume von Night City
  3. CD Projekt Red Cyberpunk 2077 rutscht in Richtung Next-Gen-Startfenster

Außerirdische Intelligenz: Warum haben wir noch keine Aliens gefunden?
Außerirdische Intelligenz
Warum haben wir noch keine Aliens gefunden?

Seit Jahrzehnten gucken wir mit Teleskopen tief ins All. Außerirdische haben wir zwar bisher nicht entdeckt, das ist aber kein Grund, an ihrer Existenz zu zweifeln.
Von Miroslav Stimac


    Laravel/Telescope: Die Sicherheitslücke bei einer Bank, die es nicht gibt
    Laravel/Telescope
    Die Sicherheitslücke bei einer Bank, die es nicht gibt

    Ein Leser hat uns auf eine Sicherheitslücke auf der Webseite einer Onlinebank hingewiesen. Die Lücke war echt und betrifft auch andere Seiten - die Bank jedoch scheint es nie gegeben zu haben.
    Ein Bericht von Hanno Böck

    1. IT-Sicherheitsgesetz Regierung streicht Passagen zu Darknet und Passwörtern
    2. Callcenter Sicherheitsexperte hackt Microsoft-Betrüger
    3. Sicherheit "E-Mail ist das Fax von morgen"

      •  /