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Zentralisierung: US-Wikipedia will weltweite Spendensammlungen kontrollieren

Die Chefin der Wikimedia Foundation will die Kontrolle über die weltweiten Spendensammlungen in den USA konzentrieren. Wikimedia Deutschland hat nichts dagegen, denn die finanziellen Bedingungen zur Förderung freien Wissens seien nicht überall gleich. Deutschland habe in dieser Hinsicht Möglichkeiten, die woanders fehlten.

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Sue Gardner
Sue Gardner (Bild: Emmanuel Dunand/AFP/Getty Images)

Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, will das Spendensammeln für die freie Enzyklopädie künftig zentralisieren. Alle weltweit für die verschiedenen Sprachausgaben gesammelten Beiträge sollen von der Wikimedia Foundation eingezogen und verwaltet werden, schlägt Gardner vor. "Die Wikimedia-Projekte sind global und sie sind sprachbasiert, aber nicht geografisch basiert", betont Gardner.

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Der weltweite Aufbau der Wikimedia nach sogenannten Chapters sei erfolgt, weil die Freiwilligen eine offizielle Zugehörigkeit benötigten, um tätig zu werden und um Ansprechpartner für Partnerschaften mit Einrichtungen wie kulturellen Institutionen und Behörden zu haben. Es ergäbe aber keinen Sinn, alles durch einen geografischen Filter zu drücken. Gardner: "Ich glaube, dass ein Modell der geografischen Privilegien für unsere Bewegung falsch ist."

Daher sollten die "Chapters nicht länger die Spendensammlungen für die Websites durchführen, die von der Wikimedia Foundation betrieben werden." Alle Spenden sollten zentral über die Wikimedia Foundation eingezogen werden.

Pavel Richter, Vorstand von Wikimedia Deutschland, sagte Golem.de: "Wie Spenden geworben und international am effektivsten verwendet werden können, ist ein dauerhaftes Thema innerhalb der Wikimedia-Bewegung. Wenn es grundsätzlich Fragen oder Vorschläge dazu gibt, dann ist es gut und produktiv, sie eingehend zu diskutieren. Für Wikimedia Deutschland sind Austausch und Kooperation unter den internationalen Vertretungen sehr wichtig." Schließlich seien gerade die finanziellen Bedingungen zur Förderung freien Wissens nicht überall gleich vorhanden. Deutschland habe in dieser Hinsicht Möglichkeiten, die woanders fehlten.

Richter weiter: "An der Beurteilung von Vorschlägen zur bestmöglichen gemeinsamen Zusammenarbeit beteiligen wir uns gerne mit unserer Erfahrung und Expertise. Wikimedia Deutschland plant jedes Jahr mit großer Sorgfalt, wie Spenden für welche Projekte und welche Förderungen am besten zu verwenden sind. Mit unserer öffentlichen Wirtschaftsplanung, unseren Berichten an die Wikimedia-Community und dem Austausch mit den Engagierten in aller Welt tragen wir dazu bei, uns gemeinsam weiterzuentwickeln."

Die Wikimedia Foundation hat ihre letzte jährliche Spendenkampagne mit erreichten 20 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Wikimedia Deutschland erklärte die aktuelle Spendenkampagne mit erreichten 3,8 Millionen Euro für beendet.

Nachtrag vom 14. Januar 2012, 12:31 Uhr

Die deutsche Wikimedia Deutschland führt bereits einen Teil der Spenden an die Wikimedia Foundation ab. Ein Sprecher sagte Golem.de: "Für dieses Jahr, beim Spendenziel von 3,8 Millionen Euro, liegt der Anteil für die Foundation bei 1,5 Millionen Euro."

Nachtrag vom 16. Januar 2012, 12:13 Uhr

Ein Sprecher betont, dass die Aussagen von Richter nicht so zu verstehen seien, dass Wikimedia Deutschland mit den US-Plänen einverstanden sei. "Wikimedia Deutschland hat an keiner Stelle die Meinung vertreten, nichts gegen eine Konzentration der Spendensammlungen in den USA zu haben."



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teleborian 16. Jan 2012

Ist da jetzt nur das Geld gemeint oder auch das Sammeln an sich? Heisst das, das Jetzt...

nicoledos 16. Jan 2012

Die Qualität sinkt aus mehreren Gründen. - löschwahn weil scheinbar "nicht relavant", die...

nicoledos 15. Jan 2012

So hatte ich den Satz anfänglich auch gelesen. Vielmehr soll es wohl darum gehen, dass es...

Anonymer Nutzer 14. Jan 2012

Koordinieren wäre treffender gewesen. Außerdem handelt es sich bei Wikimedia um ein...


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