Abo
  • Services:

Nokia Siemens Networks: "In Mobilfunknetzen einfach keine Kapazität mehr vorhanden"

Ein Manager des Ausrüsters NSN spricht über die Schwierigkeiten mit über Jahren gewachsenen gemischten 3G-, 3,5G- und 4G-Netzwerken. Beyond-4G-Netze werden das Zehnfache an Basisstationen benötigen, sagt er.

Artikel veröffentlicht am ,
Thorsten Robrecht
Thorsten Robrecht (Bild: NSN)

In Mobilfunknetzen ist heute an einzelnen Stellen einfach keine Kapazität mehr vorhanden - sei es an Basisstationen, in Teilen des Kernnetzes zur Verwaltung von Sprach- und Datendiensten oder in optischen und IP-Transportnetzen. Das sagte Thorsten Robrecht, Head of Network Systems Product Manager bei Nokia Siemens Networks, im Gespräch mit Golem.de.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. Senacor Technologies AG, verschiedene Standorte

In über viele Jahre gewachsenen gemischten 3G-, 3,5G- und 4G-Netzwerken seien vom Betreiber unterschiedliche Technologien in den Griff zu bekommen, während die Nutzer an jedem Standort und zu jeder Zeit hohe Datenübertragungsraten erwarten. Robrecht: "Neue Netzstrukturen müssen also genügend Flexibilität und Skalierbarkeit aufweisen, um mit einer Datennutzung von bis zu 1 GByte pro Person zurechtzukommen. Gleichzeitig müssen sie im Vergleich zu den bestehenden Breitbandtechnologien das Zehnfache an mobiler Bandbreite bereitstellen und diese um ein Zehnfaches effizienter ausnutzen können."

Dennoch sei es nicht effizient, sämtliche Netzelemente auf die Maximallast auszulegen, welche nur zu bestimmten Zeitpunkten wirklich erforderlich sei. "Wir haben also eine schwankende, unvorhersehbare Nachfrage in einem Teil des Netzes und Unmengen von nicht genutzter Kapazität in einem anderen Teil. Folglich wird die bestehende Infrastruktur nur ineffizient ausgeschöpft. So bleiben bis zu 50 Prozent der Kapazität eines herkömmlichen Kernnetzes ungenutzt." Hier wirbt Robrecht für die Liquid-Net-Architektur des Netzwerkausrüsters, die automatisierte, selbstregelnde Breitbandoptimierung biete.

Und was kommt nach 4G?

Zukünftige, synchronisierte Beyond-4G-Netze müssten bezüglich Abdeckung, Zuverlässigkeit, Verbindungsqualität, Antwortgeschwindigkeiten und Energieeffizienz entscheidend verbessert werden. "Drei zentrale Ziele müssen erreicht werden: Als Erstes muss das Zehnfache an mobiler Bandbreite bereitgestellt werden. Zweitens muss diese Bandbreite innerhalb der Netze im Vergleich zu den bestehenden Breitbandtechnologien zehnmal effizienter ausgeschöpft werden. Drittens werden die Netze das Zehnfache an Basisstationen benötigen", sagte Robrecht. "Wir glauben daran, dass diese Ziele durch die Zusammenarbeit von Geräte- und Kommunikationsanbietern und den zuständigen Normungsorganisationen erreicht werden können."

LTE Advanced sei eine Möglichkeit der weiteren Erhöhung von Flächendeckung, Übertragungsgeschwindigkeiten und Effizienz von LTE - ähnlich wie bei der Einführung von HSPA+ zur Verbesserung von HSPA. Die ersten Funktionen von LTE Advanced sind im 3GPP Release 10 standardisiert. Funktionserweiterungen werden im Release 11 und in späteren Releases von 3GPP enthalten sein.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Der Marsianer, Spaceballs, Titanic, Batman v Superman)
  2. 4,99€
  3. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)

toddie 17. Jan 2012

Was sind denn Basisstationen ? Richtig, Technik. Basisstationen sind die Funkstationen...

S-Talker 16. Jan 2012

"128 Bit Stream" ? Nach 16 Byte ist Schluss? Falls du 128 KBit/s meinst: dafür reicht...

jayrworthington 15. Jan 2012

Sag ja nicht es ist nicht machbar, ich sag, es ist nicht die idee, die Dinger in einen...

Casandro 15. Jan 2012

Nein, der Mossad soll in israelische Firmen investiert haben, die...

moppi 14. Jan 2012

hab ich immer noch meinen DSL anschluss, da kann ich einfach ein neues kabel legen...


Folgen Sie uns
       


Neue OLED-Leuchtmittel angesehen (Light and Building 2018)

Die OLED-Technik macht im Leuchtenbereich Fortschritte.

Neue OLED-Leuchtmittel angesehen (Light and Building 2018) Video aufrufen
Datenschutz-Grundverordnung: Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen
Datenschutz-Grundverordnung
Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen

Ab dem 25. Mai gilt europaweit ein neues Datenschutz-Gesetz, das für Unternehmen neue rechtliche Verpflichtungen schafft. Trotz der nahenden Frist sind viele IT-Firmen schlecht vorbereitet. Wir erklären, was auf Geschäftsführung und Admins zukommt.
Von Jan Weisensee

  1. 2019 Schweiz beginnt UKW-Abschaltung
  2. Cybersecurity Tech Accord IT-Branche verbündet sich gegen Nationalstaaten
  3. Black Friday Markeninhaber plant Beschwerde gegen Löschung

Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Datenskandal Bundesregierung erwägt strenge Facebook-Regulierung
  2. Quartalsbericht Facebook macht fast 5 Milliarden US-Dollar Gewinn
  3. Soziales Netzwerk Facebook ermöglicht Einsprüche gegen Löschungen

Ryzen 7 2700X im Test: AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel
Ryzen 7 2700X im Test
AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel

Der neue Ryzen 7 2700X gehört zu den schnellsten CPUs für 300 Euro. In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs
  2. AMD-Prozessor Ryzen-Topmodell 7 2700X kostet 320 Euro
  3. Spectre v2 AMD und Microsoft patchen CPUs bis zurück zum Bulldozer

    •  /