Spielebranche: US-Spielemarkt verringerte sich im Jahr 2011 um acht Prozent
Rund 17,02 Milliarden US-Dollar hat der nordamerikanische Spielemarkt im Jahr 2011 umgesetzt – das sind rund acht Prozent weniger als im Jahr davor. Besonders groß ist der Rückgang bei Konsolenhardware und -zubehör ausgefallen: Mit Konsolen hat die Branche rund 5,58 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht, mit Zubehör rund 2,61 Milliarden US-Dollar – jeweils ein Rückgang um elf Prozent. Nach Angaben der Marktforscher The NPD Group(öffnet im neuen Fenster) geht die Xbox 360 als Sieger hervor. Microsoft nennt als Vorsprung rund 2,7 Millionen Einheiten auf den Nächstplatzierten, nennt aber keinen Namen.

Die Umsätze mit Spielen sind um acht Prozent auf 9,27 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Das erfolgreichste Spiel war Call of Duty: Modern Warfare 3, darauf folgen Just Dance 3 von Ubisoft und The Elder Scrolls: Skyrim. Auf Platz vier hat es Battlefield 3 geschafft. Auf der Fünf befinden sich Madden NFL 12 vor Call of Duty: Black Ops und Batman: Arkham City. Die letzten drei Plätze der nordamerikanischen Jahres-Top-Ten gehen an Gears of War 3, Just Dance 2 und Assassin's Creed Revelations. Für die Umsätze und die Charts hat The NPD Group nur die Verkäufe im klassischen Handel, aber nicht im Online- und Gebrauchthandel erfasst. Aber selbst mit dem, was die Marktforscher für diesen Bereich schätzen, kommen sie noch auf ein Minus von zwei Prozent.
Zu dem Jahresrückgang der Umsätze hat besonders der Dezember 2011 beigetragen. Der letzte Monate war zwar nach wie vor der stärkste im Jahr, gegenüber dem Dezember 2010 waren die Umsatzzahlen jedoch gering: Um rund 21 Prozent sind die Umsätze über alle drei Teilmärkte auf 3,99 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Die Marktforscher weisen in ihren Kommentaren darauf hin, dass neben den weiter wachsenden Onlineumsätzen und der insgesamt schwächelnden Konjunktur auch eine Rolle gespielt habe, dass sich die aktuelle Konsolengeneration dem Ende ihres Lebenszyklus' nähert.



