iPad: Apple will das Schulbuch neu erfinden

Vieles deutet darauf hin, dass Apple das iPad in großem Stil an Schulen verteilen will - mit Hilfe der Schulbuchverlage. Kinder wären die Marke so von klein auf gewöhnt.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Beuth/Zeit Online
Apple plant Neues im Bildungsbereich.
Apple plant Neues im Bildungsbereich. (Bild: Screenshot / Zeit Online)

Apple will offenbar in den Schulbuchmarkt einsteigen. Das jedenfalls legen die vielen Hinweise rund um eine Apple-Veranstaltung am kommenden Donnerstag nahe. Es wäre nicht weniger als der Versuch, sich neue Generationen von Apple-Kunden heranzuzüchten.

Inhalt:
  1. iPad: Apple will das Schulbuch neu erfinden
  2. Tablet-Marktführerschaft wäre auf Jahre hinaus gesichert

"Join us for an education announcement in the Big Apple", schreibt Apple in der Einladung an Journalisten, kommen Sie zu einer Ankündigung über Bildung in den Big Apple (New York City). Was genau am 19. Januar verkündet wird, sagt das Unternehmen vorher natürlich nicht. Aber Indizien, die auf einen Plan hindeuten, der etwas mit Schulbüchern zu tun hat, gibt es reichlich.

Den ersten Hinweis hat Steve Jobs noch selbst gegeben. In der Biografie von Walter Isaacson spricht der Apple-Mitbegründer davon, Schulbücher neu erfinden zu wollen. Bekannte Schulbuchautoren sollten unter Vertrag genommen werden, damit sie digitale Versionen ihrer Bücher für das iPad entwerfen. Um den staatlichen Genehmigungsprozess für den Unterrichtsgebrauch zu umgehen, hatte Jobs vorgesehen, die Bücher kostenlos anzubieten. Erste Gespräche mit Schulbuchverlagen hatte er nach eigenen Angaben selbst geführt.

Den zweiten Hinweis gab jemand der New York Times, der Apple nahe steht, aber ungenannt bleiben wollte. Der Zeitung verriet er, dass es am Donnerstag um Apples Einstieg in den Schulbuchmarkt gehen werde, ohne dass dabei neue Geräte vorgestellt würden. Ähnliche Informationen will auch das Blog AllThingsD bekommen haben.

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Der dritte Hinweis: Eddy Cue wird bei der Veranstaltung dabei sein. Cue ist Apple-Vizepräsident für Internetsoftware und -dienste, also auch für iTunes und den iBook-Store. Das wären die Plattformen, auf denen Schulbücher vertrieben werden würden. Der iTunes-Ableger iTunes U (für University), in dem Hunderttausende Lehrmaterialien aus Bildungseinrichtungen in aller Welt zur Verfügung stehen, gehört ebenfalls zu Cues Bereich.

9.000 iPads an Lehrer verteilt

Der vierte Hinweis ist der Aufwand, den Apple schon länger betreibt, um das iPad an Schulen und Universitäten zum Standardgerät zu machen. So spendete das Unternehmen, das eigentlich dafür bekannt ist, sich nur sehr selten karitativ zu betätigen, im vergangenen September 9.000 iPads für die Initiative Teach For America. Die schickt freiwillige Junglehrer für zwei Jahre an Brennpunktschulen in den USA.

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Tablet-Marktführerschaft wäre auf Jahre hinaus gesichert 
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ruckeleric 15. Jan 2012

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snadir 15. Jan 2012

Mit Winamp lässt sich die Musik auch runterziehen. Ohne itunes. Zumindest beim nano...

irata 14. Jan 2012

Ich sehe das genau umgekehrt. Warum sollten die Schüler nur das benutzen, dass sie...

omo 14. Jan 2012

... Die Arbeitsgesetze gehören weg, die AnbieterRechtsOrdnung gehört her. Also...

Der Kaiser! 14. Jan 2012

Er weiss nicht was dekadent heisst.



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