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Telefonanlagen: Gemeinschaft 4.0 setzt auf Freeswitch

Bei der freien Telefonanlage Gemeinschaft 4.0 gibt es grundlegende Änderungen: Statt Asterisk wird Freeswitch verwendet und die Benutzeroberfläche wird mit Ruby -on-Rails erzeugt statt wie bisher mit PHP.
/ Jörg Thoma
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Bild: Jörg Thoma/Golem.de

Nach einjähriger Entwicklungszeit ist die freie Telefonanlage Gemeinschaft 4.0 veröffentlicht worden. Gemeinschaft 4.0 stellt die Sicherheit in den Vordergrund und verwendet deshalb den Asterisk-Abkömmling Freeswitch. Die Telefonieplattform wurde von den ehemaligen Asterisk-Entwicklern Anthony Minessale, Brian West und Michael Jerris gegründet. Freeswitch(öffnet im neuen Fenster) setzt verstärkt auf Modularität, Plattformunabhängigkeit, Skalierbarkeit und Stabilität und läuft unter Windows, Mac OS X, Linux, BSD und Solaris. Freeswitch unterstützt unter anderem Skype, SIP, H.323 sowie Googletalk und bietet Schnittstellen zu Sipxecs, Call Weaver, Bayonne, Yate und Asterisk.

Als SIP-Server kommt Kamailio zum Einsatz, das für die Zusammenarbeit mit Freeswitch optimiert wurde. Die grafische Oberfläche nutzt Ruby-on-Rails statt wie bisher PHP. Sämtliche anfallenden Daten, etwa Faxe oder Voicemails, lassen sich verschlüsselt auf der Festplatte ablegen. Bei der Installation wird dazu die Festplatte mit AES256 verschlüsselt. Gegenwärtig werden die Snom-Telefone 300, 320, 360, 370, 820, 821 und 870 unterstützt.

Als Unterbau kommt die Linux-Distribution Knoppix 6.4.2 zum Einsatz. Die aktuelle Version von Gemeinschaft läuft auch in virtuellen Maschinen. Die Installation von Gemeinschaft 4.0 aus den Git-Quellen(öffnet im neuen Fenster) ist zwar auch auf anderen Linux-Distributionen möglich, die Entwickler raten jedoch davon ab.

Gemeinschaft 4.0 kann als ISO-Datei von den Servern des Projekts(öffnet im neuen Fenster) heruntergeladen werden.


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