• IT-Karriere:
  • Services:

Europol: Bundesregierung schweigt zu Überwachung sozialer Netzwerke

Ein Abgeordneter wollte mehr über den Einsatz von Überwachungssoftware bei der europäischen Polizeibehörde Europol wissen. Auf die meisten Fragen gab es die gleiche Antwort: "Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor."

Artikel veröffentlicht am ,
Der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko
Der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko (Bild: Andrej Hunko)

Das Bundesinnenministerium will zu Überwachungssoftware und -hardware bei der europäischen Polizeibehörde Europol wenig sagen. Das ergab eine Anfrage des Linkspartei-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko, dem Informationen vorliegen, nach denen dort Software zur Analyse sozialer Netzwerke, Data-Mining-Anwendungen, Ermittlungssoftware und andere Überwachungswerkzeuge wie IMSI-Catcher laufen. "Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor", heißt es zumeist in den Antworten des Innenministeriums (PDF).

Stellenmarkt
  1. BEHG HOLDING AG, Berlin
  2. Stadtwerke Herford GmbH, Herford

Bei dem Social-Network-Analysis-Tool (SNA-Tool) von Europol handele es sich "nicht um ein Analysetool für soziale Netzwerke. Vielmehr sollen diese Werkzeuge die visuelle Darstellung von Beziehungsgeflechten der bei Europol vorhandenen Daten unterstützen", erklärte die Regierung.

Hunko sagte Golem.de: "Seit Jahren rüstet die EU-Polizeiagentur Europol ihr digitales Arsenal auf. Deutschland bestimmt den Kurs der Agentur maßgeblich mit und stellte bis 2009 den Direktor der Agentur. Europol soll dadurch zum 'weltweit herausragenden Zentrum mit Weltklasse' werden, was sich vor allem auf den Einsatz von IT-gestützten Überwachungswerkzeugen bezieht. Europol nutzt dabei auch Anwendungen zum Data Mining und der Analyse von Netzwerken. Diese Werkzeuge werden wie 2009 in der Operation Most in grenzüberschreitenden Operationen eingesetzt, an denen auch deutsche Polizisten teilnehmen. Hierzu hatte Europol über eine Million von polnischen Behörden abgehörte Telefongespräche ausgewertet und dabei 25 vermeintliche Verdächtige gefunden. Dass sich das deutsche Innenministerium jetzt bezüglich des Einsatzes digitaler Überwachungswerkzeuge bei EU-Agenturen ahnungslos gibt, ist angesichts dessen eigener Teilnahme höchst unglaubwürdig."

Hunko forderte die Bundesregierung auf, die Öffentlichkeit umgehend über bei Europol eingesetzte Überwachungswerkzeuge zu informieren. Wenn Computer Personendaten auf vermeintliche Risiken untersuchten, müsse ihre Funktionsweise und damit ihr Quellcode bekannt sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. 206,10€ (mit Rabattcode "PFIFFIGER" - Bestpreis!)
  2. 569€ (Bestpreis!)
  3. 499,90€

S-Talker 11. Jan 2012

Über eine Million Telefonate um 25 vermeintliche(!) Verdächtige(!) aufzuspüren. Wow! Aber...

3dgamer 11. Jan 2012

OMFG, es gibt einen Wikipedia Eintrag dazu !!!!!11111einseinself


Folgen Sie uns
       


Xbox Series X - Hands on

Golem.de konnte die Xbox Series X bereits ausprobieren und stellt die Konsole vor. Außerdem zeigen wir, wie Quick Resume funktioniert - und die Ladezeiten.

Xbox Series X - Hands on Video aufrufen
Made in USA: Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren
Made in USA
Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren

Zu unbequemen Fragen schweigen die Transatlantiker Manuel Höferlin, Falko Mohrs, Metin Hakverdi, Norbert Röttgen und Friedrich Merz. Das wirkt unredlich.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Sandworm Hacker nutzen alte Exim-Sicherheitslücke aus

No One Lives Forever: Ein Retrogamer stirbt nie
No One Lives Forever
Ein Retrogamer stirbt nie

Kompatibilitätsprobleme und schlimme Sprachausgabe - egal. Golem.de hat den 20 Jahre alten Shooter-Klassiker No One Lives Forever trotzdem neu gespielt.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Heimcomputer Retro Games plant Amiga-500-Nachbau
  2. Klassische Spielkonzepte Retro, brandneu
  3. Gaming-Handheld Analogue Pocket erscheint erst 2021

Geforce RTX 3060 Ti im Test: Die wäre toll, wenn verfügbar-Grafikkarte
Geforce RTX 3060 Ti im Test
Die "wäre toll, wenn verfügbar"-Grafikkarte

Mit der Geforce RTX 3060 Ti bringt Nvidia die Ampere-Technik in das 400-Euro-Segment. Dort ist die Radeon RX 5700 XT chancenlos.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Supercomputer-Beschleuniger Nvidia verdoppelt Videospeicher des A100
  2. Nvidia Geforce RTX 3080 Ti kommt im Januar 2021 für 1.000 US-Dollar
  3. Ampere-Grafikkarten Specs der RTX 3080 Ti und RTX 3060 Ti

    •  /