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Envy 14 Spectre: Verglastes Ultrabook von HP mit NFC

CES2012
HPs Ultrabook für das Endkundengeschäft wirkt sehr edel. Es hat eine Glasoberfläche, ein Display mit 1.600 x 900 Pixeln und recht gut klingende Lautsprecher. Golem.de konnte das Vorserien-Ultrabook kurz ausprobieren.
/ Andreas Sebayang
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HPs Ultrabook mit Glasdeckel (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
HPs Ultrabook mit Glasdeckel Bild: Andreas Sebayang/Golem.de

Außerhalb der CES-Veranstaltungen hat HP die Gelegenheit genutzt, sein neues Ultrabook vorzustellen. Das Envy 14 Spectre ist ein 14-Zoll-Notebook in einem Gehäuse, das sonst eher einem 13-Zoll-Notebook entspricht. HP ist nicht der einzige Hersteller, der versucht, ein möglichst großes Display in einem kleinen Gehäuse unterzubringen, indem der Rahmen besonders dünn ausgeführt wird.

HP Envy 14 – Hands on (CES 2012)
HP Envy 14 – Hands on (CES 2012) (00:57)

Für die Stabilität sorgt eine Vollverglasung des Displaydeckels. Sowohl Vorderseite als auch Rückseite bestehen aus Glas, das fettabweisend ist. Fingerabdrücke sind dennoch nach einer Weile sichtbar und das Display spiegelt dementsprechend. Die Verglasung und das Display selbst sind dicht miteinander verklebt. Ein Zwischenraum ist kaum erkennbar.

Die Auflösung des Ultrabooks liegt bei 1.600 x 900 Pixeln. Das TN-Panel ist für die Technik vergleichsweise winkelstabil und bietet eine recht gute Farbdarstellung.

Bei der Ausstattung gibt es ein paar Besonderheiten. So ist das Notebook stark auf Audio und Video getrimmt. Die unten liegenden Lautsprecher strahlen nach vorne ab und liefern für ihre Größe einen guten Ton. Außerdem wird Wireless Audio unterstützt. Selten ist ein Drehrad zur Lautstärkeregulierung an der Seite. Wer Musik hört, kann also auch bei geschlossenem Displaydeckel noch die Lautstärke verändern. Daneben befindet sich auch ein Stummschalter.

NFC und zwei digitale Monitorausgänge

Bei den Anschlüssen gibt es sowohl einen Minidisplayport als auch einen HDMI-Ausgang. Ein direkter analoger Ausgang fehlt also, dürfte der Zielgruppe aber auch egal sein. Zudem gibt es einen aufklappbaren Gigabit-Ethernet-Anschluss sowie USB 3.0. Auf ein optisches Laufwerk muss verzichtet werden. Für Datenträger gibt es aber einen SD-Kartenschacht. NFC ist ebenfalls verbaut. Laut HP lässt sich damit von einem Smartphone etwa eine Webseite übertragen. Die Technik ist aber ausdrücklich nicht mit HPs Touchpad oder dem Palm Pre 3 kompatibel.

Für ein Endkundengerät eher ungewöhnlich ist WLAN, das auf beiden Frequenzbändern (802.11a/n und b/g/n) funkt. Im Inneren steckt ein Intel Wifi Link 6230. Ein 3G-Modem gibt es nicht. Der Rest der Ausstattung ist Ultrabook-Standard: ein Intel Core i5-2467M, 4 GByte RAM, Intel HD Graphics sowie eine 128 GByte fassende SSD. Prozessor und SSD soll es auch mit besseren Werten geben, das kostet dann aber auch mehr.

Tastaturbeleuchtung und Annäherungssensor

Die Tastatur hat einen recht guten Anschlag. Zudem gibt es eine sehr helle Tastaturhintergrundbeleuchtung. Das liegt wohl daran, dass unter jeder einzelnen Taste eine LED liegt. Die LEDs können über einen Annäherungssensor gesteuert werden. Ist der Nutzer in der Nähe, schaltet sich die Beleuchtung an. HP nutzt den Sensor aber nicht, um etwa auch das Display abzudunkeln oder auszuschalten. Es gibt Tasten, die unabhängig von der allgemeinen Tastaturbeleuchtung weiterhin Licht abgeben. Die Handballenauflage ist wie der Deckel aus Glas, genauso wie das Touchpad, das beim ersten Antesten aber leichte Schwierigkeiten mit drei Fingern hatte, wenn der Daumen auflag und zwei Finger zum Scrollen benutzt wurden. Das kann aber dem frühen Status des Notebooks geschuldet sein.

Rund 9 Stunden gibt HP als Akkulaufzeit des 1,8 kg wiegenden und 2 cm dünnen 14-Zoll-Notebooks an. Interessanterweise wurde auf der Unterseite, die griffig ist, ein abnehmbarer Deckel verbaut. Damit kann der Anwender zwar an den flachen Akku herankommen, er soll ihn aber nicht entnehmen. Die Klappe ist nur aus Servicegründen vorhanden.

Als Stromversorgung legt HP ein flaches 65-Watt-Netzteil bei, das Geschäftskunden als HP Travel Adapter kennen. Das Netzteil ist vergleichsweise leicht und bietet einen USB-Anschluss. Im Unterschied zu den Travel-Adaptern wird HP beim Envy 14 Spectre allerdings keine Stecker für andere Länder beilegen. Außerdem gehört eine Schutztasche zum Lieferumfang.

Das Envy 14 Spectre soll Ende März 2012 in Deutschland, in der Schweiz sowie in Großbritannien auf den Markt kommen. Der Preis für die Einstiegskonfiguration wird bei rund 1.300 Euro liegen. Es ist damit ein recht hochpreisiges Ultrabook.

Nachtrag vom 26. Januar 2012, 12:25 Uhr

HP hat den Preis des Envy 14 Spectre für Deutschland korrigiert. Für das Notebook muss ein Interessent nun rund 1.400 Euro zahlen.


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