Windows 8: Storage Spaces gegen volle Festplatten

Microsoft führt mit Windows 8 eine neue Storage-Virtualisierung ein, nicht nur für Server, sondern auch für normale Desktopsysteme. Damit lässt sich die Speicherkapazität eines virtuellen Laufwerks jederzeit vergrößern. Auch die Datensicherheit kann erhöht werden.

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Storage Pools und Storage Spaces in Windows 8
Storage Pools und Storage Spaces in Windows 8 (Bild: Microsoft)

Windows 8 bekommt eine eigene Storage-Virtualisierung, die auf sogenannten Storage Pools und Storage Spaces aufbaut. Storage Pools fassen physische Festplatten zusammen und Storage Spaces stellen aus dem aggregierten Speicherplatz virtuelle Laufwerke zur Verfügung. Daten werden über mehrere Laufwerke verteilt, wobei der Nutzer festlegen kann, wie die Daten gegen Ausfälle einzelner Platten gesichert werden sollen.

Storage Pools

Inhalt:
  1. Windows 8: Storage Spaces gegen volle Festplatten
  2. Resiliency

Windows 8 kann mehrere physische Laufwerke zu sogenannten Storage Pools zusammenfassen. Es spielt dabei keine Rolle, wie die Platten angeschlossen sind, ob per USB, SATA oder SAS. Auch JBODs (Just a Bunch of Disks) werden unterstützt. Die Platten dürfen auch heterogen sein, also unterschiedliche Größen haben und über verschiedene Schnittstellen angebunden sein.

  • Storage Pools, um zusätzliche Festplatten zu erweitern
  • Bitlocker aktivieren
  • Defekte Festplatten ersetzen
  • Storage Pools, um zusätzliche Festplatten zu erweitern
  • Thin Provisioning
  • Storage Spaces in Windows 8 verwalten
  • Einen Parity-Space anlegen
  • Resiliency-Attribute festlegen
  • Storage Spaces mit aktiviertem Bitlocker
  • Defekte Festplatten finden
  • Storage Pool einrichten
  • Laufwerke hinzufügen
  • Warnung bei knappem Speicherplatz
  • Einen Partity-Space einrichten
Storage Pools, um zusätzliche Festplatten zu erweitern

Wird ein Laufwerk aber einem solchen Storage Pool zugewiesen, kann Windows 8 es nicht mehr direkt ansprechen. Windows 7 kann mit solchen Laufwerken ebenfalls nicht umgehen und behandelt sie so wie jedes andere Laufwerk mit einem unbekannten Dateisystem.

Ein Storage Pool kann theoretisch aus beliebig vielen Festplatten bestehen, die Architektur sieht laut Microsoft keine Begrenzung vor. Intern hat Microsoft Storage Pools mit mehreren hundert Festplatten getestet - Konfigurationen, wie es sie in Rechenzentren gibt.

Storage Spaces

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Aus einem Storage Pool kann Windows 8 mehrere sogenannte Storage Spaces erzeugen. Diese verhalten sich aus Sicht des Nutzers wie ein normales Laufwerk. Das bedeutet, die virtuellen Laufwerke können partitioniert, formatiert und mit Daten bestückt werden.

Was vielleicht auf den ersten Blick unnötig kompliziert klingt, schafft eine mächtige Basis, um Funktionen umzusetzen, die mit direkt genutzten physischen Laufwerken nicht realisierbar sind. Dazu zählt beispielsweise Thin Provisioning für größere Flexibilität und Resiliency für mehr Datensicherheit.

Es ist nicht notwendig, einem Storage Space bestimmte Laufwerke zuzuweisen, Windows 8 kümmert sich im Hintergrund um die optimale Zuweisung. Wer aber dennoch hier eingreifen will und einem Space bestimmte Laufwerke zuweisen möchte, kann dies tun.

Thin Provisioning

Storage Spaces können größer sein als der in einem Storage Pool verfügbare Speicherplatz. Das gilt sowohl für die Gesamtmenge des reservierten Speicherplatzes aller Spaces als auch für jeden einzelnen Storage Space. Es ist also kein Problem, zwei Storage Spaces mit 10 und 50 TByte einzurichten, auch wenn nur zwei Festplatten mit je 2 TByte zur Verfügung stehen.

Ist die maximale Größte der Storage Spaces in der Windows 8 Developer Preview noch auf 2 TByte begrenzt, soll diese Limitierung mit der kommenden Beta von Windows 8 aufgehoben werden.

Das Thin Provisioning sorgt dafür, dass bei der Einrichtung ausreichend Speicherplatz für einen Storage Space reserviert werden kann, dieser aber erst dann physisch zur Verfügung gestellt werden muss, wenn er auch benötigt wird. so kann die physische Kapazität mit der Zeit ergänzt und die zur Verfügung stehenden Festplatten durch mehrere Spaces optimal genutzt werden.

Der für einen Storage Space reservierte Speicher kann zudem jederzeit erhöht werden. Eine Verringerung des reservierten Speicherplatzes ist hingegen nicht möglich. Werden aber Daten auf einem Storage Space gelöscht, wird der Speicherplatz auch wieder freigegeben, so dass er auch von anderen Spaces, die sich aus dem gleichen Storage Pool speisen, verwendet werden kann.

Droht der in einem Storage Pool wirklich zur Verfügung stehende freie Speicherplatz knapp zu werden, erhält der Nutzer vom jeweiligen Storage Space eine Benachrichtigung und kann dann weitere Festplatten hinzufügen.

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Resiliency 
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Anonymer Nutzer 05. Aug 2014

Falsch. Bei mir ist eben im Storage Pool ne Platte verreckt. Alle Daten dank Spiegelung...

nOOcrypt 12. Jan 2012

Oh sorry, das war vielleicht etwas missverstaendlich ausgedrueckt. Mit...

Sinnfrei 12. Jan 2012

Wenn Du eine dreifach Spiegelung oder doppelte Parität eingestellt hast, wird das System...

nOOcrypt 09. Jan 2012

Da ich schon haeufiger mal ein "Software-RAID-5" unter einem neuinstallierten...

Der Kaiser! 08. Jan 2012

Was hat ZFS mit Windows zu tun?



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