Analyse: Oracle-Kunden migrieren 2012 zu Red Hat Linux

Laut einer Umfrage planen zahlreiche Oracle-Kunden den Umstieg von Solaris zu Linux. Oracle bietet zwar eine eigene Linux-Lösung an, aber die befragten Kunden bevorzugen Lösungen vom Konkurrenten Red Hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Analysten sagen für 2012 ein weiteres Wachstum für Linux voraus.
Analysten sagen für 2012 ein weiteres Wachstum für Linux voraus. (Bild: Larry Ewing, Simon Budig, Anja Gerwinski)

Laut einer Umfrage der Analysten der 451 Group werden sich 2012 zahlreiche Kunden von Oracles Solaris- und Linux-Lösungen trennen und stattdessen auf Red Hat Enterprise Linux setzen. Damit könnte Oracle auch Kunden für seine Datenbanklösungen verlieren. Der 451-Group-Analyst Jay Lyman sagt für Linux im Jahr 2012 generell ein Wachstum voraus, insbesondere aber eine Migration von Unix zu Linux. Das würde auch Firmen wie Hewlett-Packard und IBM treffen.

Stellenmarkt
  1. (Senior) Softwareentwickler Python (m/w/d)
    Atruvia AG, Karlsruhe, München
  2. Software Engineer / Senior Software Engineer (w/m/d) - Backend
    NEXPLORE Technology GmbH, Darmstadt, Essen oder München
Detailsuche

Oracle hatte mit der Übernahme von Sun im Januar 2010 auch dessen Serversparte und das Unix-basierte Betriebssystem Solaris übernommen. Oracle wollte damit den Kunden eine Komplettlösung von der Hardware bis hin zu seiner Datenbank anbieten. Parallel dazu bietet Oracle unter dem Namen Unbreakable Enterprise Linux eine Linux-Distribution an, die seinerseits auf Red Hats Enterprise Linux basiert, aber für den Einsatz von Oracles Datenbank optimiert ist.

Laut der Analyse lehnen Kunden Oracles Angebote weitgehend ab. Von den 165 befragten IT-Professionals wollen 67 Prozent 2012 mehr Geld für Red-Hat-Lösungen und 55 Prozent weniger Geld für Oracles Angebote ausgeben.

Die Abkehr von teuren Unix-Lösungen hin zu Linux betrifft aber nicht nur Oracle, sondern auch andere Anbieter wie IBM und HP, so der Analyst. Inzwischen hat sich Linux als genauso robust und skalierbar erwiesen wie Unix. Das Angebot an Open-Source-Datenbanken ist inzwischen auch für Linux vielfältig und ausgereift, vor allem im High-Performance-Bereich, etwa mit Hadoop oder Cassandra, um mit Oracles Datenbanklösungen ernsthaft zu konkurrieren.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    16.-18.01.2023, virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v12: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    30.01.-03.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Aber auch Platform-as-a-Service- und Infrastructure-as-a-Service-Angebote für den Businessbereich, wie sie Red Hat beispielsweise mit JBoss anbietet, locken immer mehr Kunden zu dem Open-Source-Unternehmen. Von der Migration von Solaris zu Linux sollen auch weitere Open-Source-Unternehmen profitieren, etwa Suse und Ubuntu.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


SSD 09. Jan 2012

Nein, so einfach ist der Grund dafür nicht, wenn man bedenkt, dass vll. 5% der Leute...

bstea 08. Jan 2012

Wie groß ist denn der OSS Anteil bei IBM, vermutlich ähnlich gering wie bei Oracle.

Casandro 08. Jan 2012

OpenSolaris war sicherlich in vielen Unternehmen ein Grund bei Solaris zu bleiben. Denn...

Anonymer Nutzer 06. Jan 2012

Genau so ist es.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Oliver Blume
VW verwirft Trinity-Modell und plant nochmal neu

VWs Ingenieure müssen den Trinity neu planen, weil das Design bei der Konzernspitze durchgefallen ist. Zudem gibt es eine neue Softwarestrategie.

Oliver Blume: VW verwirft Trinity-Modell und plant nochmal neu
Artikel
  1. Bedenken zu Microsoft 365: Datenschützer will mit Wirtschaft über Office-Software reden
    Bedenken zu Microsoft 365
    Datenschützer will mit Wirtschaft über Office-Software reden

    Bei den Gesprächen könnte herauskommen, dass Microsoft 365 nicht mehr verwendet werden darf.

  2. Smart-TV: Google veröffentlicht Android TV 13
    Smart-TV
    Google veröffentlicht Android TV 13

    Bisher haben die meisten Smart-TVs und Streaminggeräte mit Googles TV-Betriebssystem noch nicht einmal ein Update auf Android TV 12 erhalten.

  3. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /