DSLR: Nikon D4 mit ISO 204.800 und elf Bildern pro Sekunde

Nikon bringt mit der digitalen Spiegelreflexkamera D4 den lang erwarteten Nachfolger seiner D3-Baureihe auf den Markt. Die Kamera erreicht eine Lichtempfindlichkeit von bis zu ISO 204.800 und kann pro Sekunde elf Fotos mit 16 Megapixeln aufnehmen.

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Nikon D4
Nikon D4 (Bild: Nikon)

Nikon hat in die D4 einen 16,2-Megapixel-Bildsensor im Vollformat eingebaut. Als Bildprozessor kommt Nikons Expeed 3 zum Einsatz, der für die schnelle Verarbeitung des Foto- und Videomaterials zuständig ist.

Nikon legt im Videobereich nach

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Videos sind das neue Spezialeinsatzgebiet von Nikons Spitzenmodell. Die D4 nimmt 1080p-Material mit 30, 25 oder 24 Bildern pro Sekunde auf. Bei 720p stehen Bildraten von 60, 50, 30 und 25 Bildern pro Sekunde zur Wahl. Je nach Bedarf kann der Bildausschnitt im FX- und DX-Format und im üblichen 16:9-Format erfolgen. Der Ton kann über ein externes Stereomikrofon aufgenommen und über einen Kopfhörer kontrolliert werden.

  • Nikon D4 (Bild: Nikon)
  • Nikon D4 mit WLAN-Modul (Bild: Nikon)
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  • Nachtbeleuchtung der Nikon D4 (Bild: Nikon)
  • Boden der Nikon D4 (Bild: Nikon)
Nikon D4 (Bild: Nikon)

Die D4 kann das Bildmaterial wahlweise auf den Speicherkarten aufzeichnen oder unkomprimiert über den HDMI-Ausgang ausgeben, so dass ein externes Aufnahmegerät den Film abgreifen kann. Videofilmern kommt auch die motorisierte Blendensteuerung der D4 zugute. Damit kann über Tasten am Gehäuse ein Auf- und Abblenden in 1/8 Blendenstufen erfolgen.

Für Fotografen und Filmleute gleichermaßen interessant ist Nikons Motiverkennungssystem, bei dem ein RGB-Sensor mit 91.000 Pixeln zum Einsatz kommt. Er analysiert die Szene und liefert Daten für den Autofokus und die Belichtungsautomatik. Dazu kommt das Autofokussensormodul Multi-CAM3500FX. Es bietet je nach Einstellung 9, 21 oder 51 Messfelder und soll in der D4 auch noch unter sehr schlechten Lichtbedingungen funktionieren.

Anschluss über Ethernet und WLAN

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Der Verschluss der Kamera besteht aus einem Kevlar-/Kohlefaser-Verbundmaterial und soll für rund 400.000 Auslösevorgänge gut sein, bis er ersetzt werden muss. Gespeichert wird auf eines der beiden Speicherlaufwerke. Die D4 nimmt sowohl Compactflash-Karten (UDMA 7) als auch Highspeed-XQD-Karten auf. Eine Fast-Ethernet-Buchse ist ins Kameragehäuse eingebaut. Optional ist ein WLAN-Adapter erhältlich. Der WT-5 ermöglicht, per HTTP oder FTP Bildmaterial zu übertragen.

Das Display mit 3,2 Zoll Größe (8 cm) erreicht eine Auflösung von 921.000 Bildpunkten und ist mit einer automatischen Helligkeitssteuerung ausgerüstet. Beim Betrachten der Bilder steht eine maximal 46fache Vergrößerung zur Verfügung, um zum Beispiel Unschärfen zu analysieren.

Bildvorbearbeitung in der Kamera

Nikons Profikamera hat einige Ausstattungsmerkmale, die im täglichen Arbeitsablauf für eine bessere Aufnahmekontrolle sorgen. So wurde eine elektronische Wasserwaage eingebaut, die nicht nur die horizontale, sondern auch die vertikale Abweichung im Sucher und Display anzeigt. Das Picture-Control-System kann mit einer Taste am Gehäuse aufgerufen werden. Damit lassen sich schon in der Kamera Einstellungen vornehmen, wie die Schärfe, die Farbsättigung und der Farbton der Bilder beeinflusst werden sollen.

Das Ändern der Bildgröße sowie Verzeichnungs- und Perspektivkorrekturen sind schon innerhalb der Kamera möglich. Darüber hinaus können nachträglich Start- und Endpunkte von Filmclips festgelegt werden, um Speicherplatz zu sparen. Der Weißabgleich des Displays und der des Bildes können manuell festgelegt werden.

Die HDR-Funktion (High Dynamic Range) nimmt zwei Aufnahmen mit leicht veränderter Belichtungszeit auf, die von der Kamera zu einem Bild zusammengefügt werden. Die Belichtungsdifferenz kann um bis zu drei Lichtwerte gestreckt werden.

Das Kameragehäuse misst 156,5 x 160 x 90,5 mm und wiegt mit Akku und Speicherkarte rund 1.340 Gramm. Die Nikon D4 soll ab Mitte Februar 2012 für rund 5.930 Euro in den Handel kommen.

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