Abo
  • Services:
Anzeige
Stabilere Roboter: Tailbot mit dem natürlichen Vorbild
Stabilere Roboter: Tailbot mit dem natürlichen Vorbild (Bild: UC Berkeley)

Tailbot: Eidechsenschwanz lässt Roboter stabil fliegen

Stabilere Roboter: Tailbot mit dem natürlichen Vorbild
Stabilere Roboter: Tailbot mit dem natürlichen Vorbild (Bild: UC Berkeley)

Eine Eidechse balanciert sich mit ihrem Schwanz in der Luft aus. Diese Technik haben US-Forscher auf einen fahrenden Roboter übertragen: Im Sprung stabilisiert er sich mit einem beweglichen Schwanz und kommt statt mit der Nase mit den Hinterrädern auf.

Wer erinnert sich nicht an die Szene in dem Film Speed, als Sandra Bullock mit einem Bus eine Lücke in einer Hochstraße überspringt. Für einen stabilen Flug hätte der Bus besser einen Schwanz gehabt - so wie der Tailbot, ein Roboter, den Forscher der Universität des US-Bundesstaates Kalifornien in Berkeley konstruiert haben. Der fahrende Roboter hat einen Schwanz, der ihn im Flug stabilisiert.

Anzeige

Eidechse im Flug

Das Vorbild stammt aus der Natur. Die Wissenschaftler um Robert Full haben eine Eidechse, genauer gesagt eine Siedleragame, beim Springen beobachtet. Sie ließen die Echse von einer Plattform aus abspringen, die mit verschiedenen Oberflächen ausgelegt war, rauen für mehr und glatten für weniger Haftung. Die Forscher filmten das Tier mit Hochgeschwindigkeitskameras, um zu sehen, wie sich das Reptil mit seinem Schwanz im Flug ausbalanciert.

Sie fanden heraus, dass es diesen nicht einfach in die Luft streckt. "Wir haben zum ersten Mal gezeigt, dass Eidechsen ihren Schwanz nach oben oder unten reißen, um die Rotation ihres Körpers auszugleichen und ihn stabil zu halten", sagt Full. So kann sich die Agame sogar nach einem missglückten Absprung auf einer glatten Oberfläche so stabilisieren, dass sie richtig aufkommt.

Tailbot mit Schwanz

Nach diesem Vorbild bauten die Wissenschaftler den Tailbot, einen kleinen Roboter, der auf vier Rädern fährt. Sie verpassten ihm einen Schwanz. Dieser allein reichte jedoch nicht, um den Roboter im Sprung zu stabilisieren: Auch mit dem Schwanz kippte der Tailbot nach dem Absprung von einer Rampe im Flug nach vorne weg.

Deshalb entwickelten die Forscher ein Feedback-System: Sensoren erfassen die Lage des Tailbots im Flug. Entsprechend dieser Daten wird der Schwanz gesteuert, damit der Tailbot seine Frontpartie hochzieht und auf den Hinterrädern aufkommt - in etwa so, wie Bullock in dem Film aus dem Jahr 1994 ihren Bus hinter der Lücke auf der Hochstraße aufsetzt.

Dinosaurier, Eidechsen und Roboter

Dieser Mechanismus ist uralt: Schon aufrecht laufende Dinosaurier wie der Velociraptor oder der Tyrannosaurus hätten ihren Schwanz eingesetzt, um ihre Körperhaltung zu kontrollieren. Dabei seien sie vermutlich sogar effektiver gewesen als ihre Nachfahren, sagt Full.

"Roboter sind bei weitem nicht so agil wie Tiere. Alles, was einen Roboter stabiler macht, ist deshalb ein Fortschritt", resümiert Fulls Kollege Thomas Libby. Der Schwanz solle die Konstruktion besserer Suchroboter ermöglichen, die besser über Geröll oder Trümmer fahren und springen können, schreiben die Wissenschaftler in einem Aufsatz im Fachmagazin Nature.


eye home zur Startseite
Anonymer Nutzer 05. Jan 2012

ja also dass in der tierwelt der schwanz zur stabilisierung eingesetzt wird ... nicht nur...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Fachhochschule Südwestfalen, Iserlohn
  2. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  3. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  4. Bechtle IT-Systemhaus GmbH, Düsseldorf, Krefeld


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Ryzen 5 1400 für 150,89€, Ryzen 5 1600 für 198,95€ und Ryzen 7 1700 für 290,99€)
  2. ab 179,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Mirai-Nachfolger

    Experten warnen vor "Cyber-Hurrican" durch neues Botnetz

  2. Europol

    EU will "Entschlüsselungsplattform" ausbauen

  3. Krack-Angriff

    AVM liefert erste Updates für Repeater und Powerline

  4. Spieleklassiker

    Mafia digital bei GoG erhältlich

  5. Air-Berlin-Insolvenz

    Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

  6. Fraport

    Autonomer Bus im dichten Verkehr auf dem Flughafen

  7. Mixed Reality

    Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

  8. Nvidia

    Shield TV ohne Controller kostet 200 Euro

  9. Die Woche im Video

    Wegen Krack wie auf Crack!

  10. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Essential Phone im Test: Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
Essential Phone im Test
Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
  1. Teardown Das Essential Phone ist praktisch nicht zu reparieren
  2. Smartphone Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung
  3. Andy Rubin Essential gewinnt 300 Millionen US-Dollar Investorengelder

Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test: Google fehlt der Mut
Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test
Google fehlt der Mut
  1. Pixel Visual Core Googles eigener ISP macht HDR+ schneller
  2. Smartphones Googles Pixel 2 ist in Deutschland besonders teuer
  3. Pixel 2 und Pixel 2 XL im Hands on Googles neue Smartphone-Oberklasse überzeugt

Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

  1. Re: Das Spiel ist beendet.

    SanderK | 23:25

  2. Re: Empfehlung

    Dungeon Master | 23:14

  3. Ich kann daran nichts gutes finden

    Bachsau | 23:13

  4. Re: Wo liegt mein Fehler?

    Kite_ | 23:09

  5. Re: Mikrotik betroffen?

    chuck0r | 23:01


  1. 14:50

  2. 13:27

  3. 11:25

  4. 17:14

  5. 16:25

  6. 15:34

  7. 13:05

  8. 11:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel