Raspberry Pi: Referenzplatinen werden bei eBay versteigert

Der von Spieleentwickler David Braben konzipierte Kleinstrechner Raspberry Pi wird in ersten Testmustern gegenwärtig bei eBay versteigert(öffnet im neuen Fenster) . Das Team plant, insgesamt zehn Stück einer Vorabversion der Platine zu versteigern. Jeden Tag soll eine weitere Platine hinzukommen, bislang sind es sechs. Für die erste Platine liegt das Höchstgebot bei etwa 2.500 Euro. Für die anderen liegen die Gebote zwischen circa 720 und 1.100 Euro. Die Einnahmen sollen in das gemeinnützige Projekt zurückfließen, um die Entwicklung und Herstellung des Minirechners zu finanzieren.
























Das Raspberry-Pi-Team zeigte sich überrascht(öffnet im neuen Fenster) über die Höhe der Gebote, zumal die Testmuster nicht der endgültigen Version entsprechen sollen. Das Projekt hat insgesamt Teile für 10.000 Stück des Kleinstrechners bereits auf Lager. Die Produktion soll Ende Januar 2012 anlaufen.
Die Testmuster des Minicomputers sind mit einer ARM-basierten CPU und mit einem USB- und Ethernet-Anschluss (SMSC LAN9512) bestückt. Der von Braben kürzlich vorgestellte Prototyp verwendet eine ARM11-CPU mit 700 MHz, der Arbeitsspeicher besteht aus 128 MByte SDRAM. Die Grafikeinheit unterstützt OpenGL ES 2.0 sowie HD-Video mit 1080p. Daten können auf einer SD-Karte gespeichert werden, für die ein Slot verbaut ist. Auf den Testmustern ist die Linux-Distribution Debian installiert.
Später soll es zwei Versionen des Raspberry-Pi geben: Die Version mit 128 MByte RAM, aber ohne LAN-Chip soll etwa 25 US-Dollar kosten, die Variante mit USB- und LAN-Chip sowie 256 MByte RAM soll 5 bis 10 US-Dollar teurer sein.
Der Leiter des unter anderem für Rollercoaster Tycoon bekannten Studios Frontier Developments hofft, dass Regierungen, Lehrer und Entwickler das Gerät kostenlos an Schüler verteilen, die sonst keinen Zugang zu Computern haben. Schüler bräuchten einfache Lösungen, um die grundlegende Technik hinter Hardware und Software zu erlernen. Erst dadurch könnten sie wieder kreativ werden.
Hierzu gründete Braben im Mai 2009 die gemeinnützige Raspberry Pi Foundation(öffnet im neuen Fenster) . Sie soll den Computer künftig vertreiben und für Informatikunterricht in Schulen werben.



