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HP-PSG-Chef Todd Bradley im Februar 2011
HP-PSG-Chef Todd Bradley im Februar 2011 (Bild: Kimihiro Hoshino/AFP/Getty Images)

Smartphones: Konzeptionelle Fehler von WebOS

HP-PSG-Chef Todd Bradley im Februar 2011
HP-PSG-Chef Todd Bradley im Februar 2011 (Bild: Kimihiro Hoshino/AFP/Getty Images)

Bei der Entwicklung von WebOS machte Palm konzeptionelle Fehler, heißt es von ehemaligen Palm-Angestellten. Vor allem die Entscheidung des damaligen Palm-Chefs wird kritisiert, mit WebOS voll auf die Browserengine Webkit zu setzen.

Ehemalige Mitarbeiter von Palm kritisieren den Ansatz von WebOS. WebOS basiert auf der Browserengine Webkit, um das Programmieren von WebOS-Anwendungen möglichst einfach zu halten. Mit diesem Ansatz wollte Palm viele Entwickler davon überzeugen, WebOS-Anwendungen zu schreiben - das Konzept ging allerdings nicht auf. Ein Grund dafür war ganz klar, dass es zu wenige WebOS-Smartphones gab. Damit war die Plattform für Entwickler nicht interessant, weil es zu wenige Kunden gab, um mit Anwendungen Geld verdienen zu können.

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Ehemalige Palm-Angestellte beschreiben zudem konzeptionelle Fehler bei der Entwicklung von WebOS, berichtet die New York Times. Einer der Hauptkritiker ist Paul Mercer, ein früherer Senior Director für den Softwarebereich bei Palm, der für das Interface-Design sowie die Rekrutierung von Mitarbeitern zuständig war. Nach einigen internen Debatten entschied sich Palm demnach dafür, Webkit als Basis von WebOS zu verwenden. Für Mercer war das ein schwerwiegender Fehler, denn dadurch konnten WebOS-Anwendungen nie so schnell laufen wie iOS-Applikationen.

Ein Kritikpunkt von allen WebOS-Geräten ist immer wieder der langsame Programmstart. Mitunter dauert es mehrere Sekunden, bis eine Anwendung geöffnet ist. Mit dem Touchpad und dem Pre3 konnte die Wartezeit zwar verkürzt werden, aber das ist nur die Folge schnellerer Prozessoren. Das Grundproblem von WebOS wurde bisher nicht beseitigt.

WebOS wurde in neun Monaten entwickelt

Für die Entwicklung von WebOS nahm sich Palm insgesamt rund neun Monate Zeit - vom Konzept bis zur Realisierung. Normalerweise werden bei solchen Projekten Blöcke gebildet, die dann von anderen Anwendungen wiederverwendet werden können. Das geschah im Fall von WebOS erst später und die Palm-Mitarbeiter entwickelten die meisten WebOS-Anwendungen von Grund auf neu.

Ein weiteres Problem war das Jahr, in dem WebOS entstanden war. Denn 2009 war es sehr schwierig, kompetente Webkit-Programmierer zu finden. Denn der Webkit-Browser war auch Bestandteil von Apples iOS und Googles Android. Und daher arbeiteten die Topentwickler bereits für Apple oder Google, so dass Palm an diesen nicht rankam.

Ehemaliger Palm-Chef ist für Erfolglosigkeit von WebOS verantwortlich

Andere nicht namentlich genannte Palm-Mitarbeiter geben dem damaligen Chef die Schuld daran, dass WebOS kein Erfolg wurde. Palm wurde seinerzeit von Jon Rubinstein geleitet, der zwar viel Ahnung von Hardwareentwicklung, aber wenig Verständnis für Softwareentwicklung gehabt habe. Demnach war er verantwortlich für die Entscheidung, dass WebOS auf Webkit basieren sollte.

Viele führende Entwickler verließen Palm, nachdem bekanntwurde, dass das Unternehmen von HP übernommen wird. Dazu gehörte auch Matias Duarte, der mittlerweile federführend für die Android-Entwicklung bei Google arbeitet. Frühere Palm-Mitarbeiter beschreiben das Wirken Duartes bei Palm so, dass er quasi WebOS gewesen sei. Der Weggang von Duarte konnte bisher nicht aufgefangen werden.

HP will WebOS als Open Source freigeben und hofft, damit das Betriebssystem vor dem endgültigen Untergang retten zu können. Dabei schließt HP nicht einmal aus, dass es wieder WebOS-Geräte von HP geben könnte. Aber neue WebOS-Smartphones wird es von HP nicht mehr geben. Offenbar ist sich HP bewusst, dass Mobilfunknetzbetreiber derzeit wenig Vertrauen in HP haben, was die Einführung neuer Geräte betrifft. Und ganz ohne Mobilfunknetzbetreiber kann ein Smartphone kein Erfolg werden.


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WolfgangS 15. Jan 2012

Duarte war webOS. Trotzdem wird nicht er für die webOS Probleme verantwortlich gemacht...

stuempel 04. Jan 2012

Dadie hat doch wirklich recht. Das Pre hatte mit seinen sehr sparsamen 500 MHz und 256 MB...

rudluc 03. Jan 2012

Das meine ich auch nicht. Klar, dass man einen Wechsel vorantreiben musste. Aber man...

Anonymer Nutzer 03. Jan 2012

Einige davon liegen im Auge des Betrachters. Andere wiederum sind offensichtlich, zeigen...

Jossele 03. Jan 2012

hmm... gerade der formfaktor war's der mich zu einem pre getrieben hat: die handliche grö...



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