DRAM: Elpida und Toshiba prüfen Zusammengehen

Japans Regierung möchte, dass Toshiba den drittgrößten DRAM-Hersteller Elpida übernimmt. Elpida hat nach hohen Verlusten Probleme, staatliche Kredite zurückzuzahlen.

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Elpida-Chips im März 2010
Elpida-Chips im März 2010 (Bild: Nicky Loh/Reuters)

Der finanziell schwer angeschlagene DRAM-Hersteller Elpida Memory soll ein Zusammengehen mit Toshiba prüfen. Wie die taiwanische Branchenzeitung Digitimes berichtet, soll Toshiba Pläne haben, seine Flashspeicherprodukte für mobile Geräte mit Elpidas mobiler RAM-Technologie weiterzuentwickeln, um sich gegenüber der Konkurrenz in den USA und Südkorea zu stärken. Toshiba will demnach aber selbst nicht wieder in den DRAM-Markt einsteigen.

Elpida Memory, Japans einziger DRAM-Hersteller, soll Probleme haben, staatliche Kredite zurückzuzahlen, was die Zukunft des Unternehmens gefährdet. Japans Regierung will aber den DRAM-Bereich als Schlüsseltechnologie nicht aufgeben und fördert deswegen ein Zusammengehen von Elpida und Toshiba.

Elpida Memory, weltweit der drittgrößte DRAM-Produzent, versucht laut einem Bericht der japanischen Zeitung Asahi Shimbun, eine Verlängerung für einen fälligen staatlichen Kredit über 30 Milliarden Yen (300 Millionen Euro) zu erreichen. In der ersten Hälfte des seit März 2011 laufenden Finanzjahres erwirtschaftete Elpida einen Verlust von 56,79 Milliarden Yen (567 Millionen Euro).

Elpida Memory und Toshiba haben einen Kommentar zu den Berichten abgelehnt.

Im Januar 2011 wurde noch berichtet, dass Elpida Memory die Übernahme der DRAM-Produktion des taiwanischen Herstellers Powerchip Technology plane. Elpida wolle die fallenden Preise in der Branche zur Konsolidierung nutzen. Elpida war bereits über das gemeinsam betriebene Unternehmen Rexchip mit Powerchip verbunden. 2003 hatte Powerchip zusätzlich zu dem Joint Venture einen Teil der DRAM-Fertigung für Elpida übernommen.

Nachtrag vom 4. Januar 2011, 9:16 Uhr

Die Aktie von Elpida legte nach Bekanntwerden der Verkaufsgerüchte stark zu.

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