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Teleoperation: Mensch bürstet Katze via Roboter

Taylor Veltrop hat ein Fernsteuerungssystem für einen Roboter aus einer Kinect, zwei Wiimotes und mehreren Kameras entwickelt. So kann er einen Nao seiner Katze das Fell bürsten lassen.
/ Werner Pluta
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Bürstet auch mal eine Katze: humanoider Roboter Nao (Bild: Aldebaran Robotics)
Bürstet auch mal eine Katze: humanoider Roboter Nao Bild: Aldebaran Robotics

Was braucht man, um eine Katze zu streicheln? Normalerweise nur eine Katze, eine Hand und vielleicht noch eine Bürste. Zu einfach, befand Taylor Veltrop(öffnet im neuen Fenster): Er hat ein komplexes System entwickelt, um seine Katze mit Hilfe eines Roboters zu kraulen.

 
Video: Nao bürstet ferngesteuert eine Katze

Der in Tokio lebende Softwareentwickler setzt ein Laufband, eine Kinect, zwei Wiimotes, mehrere Kameras, eine Datenbrille und einen Nao, den humanoiden Roboter des französischen Herstellers Aldebaran Robotics(öffnet im neuen Fenster), dazu ein, sein Haustier zu streicheln. Das Laufband dient der Steuerung des Roboters: Geht Veltrop auf dem Band, registriert die Kinect die Bewegung und setzt sie als Steuerbefehl für den Nao um.

Datenbrille steuert Kopf

Auf dem Kopf des Nao sind mehrere Kameras angebracht. Deren Bilder sieht Veltrop in seiner Datenbrille (Head Mounted Display, HMD). Diese dient gleichzeitig noch zur Steuerung: Dreht oder neigt Veltrop seinen Kopf, macht ihm der Nao diese Bewegung nach.

In jeder Hand hält Veltrop eine Wiimote, über die er die Bewegungen der Hände des Roboters steuert. Über deren Knöpfe kann er wählen, welches Kamerabild er in seinem HMD sieht. Eine menschliche Assistentin muss dem Nao noch eine Bürste in die Hand geben, und schon kann Veltrop aus der Ferne seiner Katze das Fell bürsten – was diese sichtlich genießt.

Handelsübliche Komponenten

Das Bemerkenswerte an der Entwicklung ist, dass Veltrop lediglich einige handelsübliche, nicht allzu teure Sensoren einsetzt. Damit sowie mit dem Open-Source-Betriebssystem Robotic Operating System (ROS) des US-Unternehmens Willow Garage hat er ein ziemlich cleveres Fernsteuerungssystem für einen Roboter konstruiert.

Als Nächstes wolle er dem Nao noch eine Stimme geben – über die Mikrofone und Lautsprecher sowohl im Nao als auch in seinem HMD sollte das kein allzu großes Problem sein, erklärt der Entwickler(öffnet im neuen Fenster).


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