Abo
  • Services:

Security Nightmares 2012: Datenhygiene wird immer schwieriger

Frank Rieger und Ron vom Chaos Computer Club schauen zum Jahresende wieder in eine düstere Zukunft. Es wird immer schwerer, Daten bei sich zu behalten, und im Internet gehen ebenfalls ständig Daten verloren.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Security Nightmares waren der Abschluss des 28C3.
Die Security Nightmares waren der Abschluss des 28C3. (Bild: Nono/Chaos Computer Club)

Wie jedes Jahr haben Frank Rieger und Ron vom Chaos Computer Club die Sicherheitsprobleme des vergangenen Jahres und die Probleme der Zukunft beleuchtet, erstmals haben sie dabei auch geprüft, welche ihrer Prognosen aus dem Jahr 2001 eingetroffen sind. Unter anderem sagten sie damals Drucker mit Netzwerkschnittstellen voraus und den Internetkühlschrank. Ersteres wurde Wirklichkeit und in diesem Jahr zu einem praktischen Sicherheitsproblem. Für Letzteres gab es offenbar noch kein sinnvolles Einsatzgebiet. Die beiden Hacker waren entsprechend enttäuscht.

Lustig machten sie sich über die vor zehn Jahren gängige Annahme zu Bluetooth, dass die Funkwellen nach der spezifizierten Distanz einfach aufhören, nicht weiterkommen und deshalb sicher seien. Dass dies nicht zutrifft, wussten Rieger und Ron schon vor zehn Jahren und wurden darin schnell bestätigt.

Trojaner für Mobiltelefone von Nokia und Microsoft prophezeiten die beiden ebenfalls, sie rechneten aber vor zehn Jahren noch nicht damit, dass die beiden Konzerne so stark an Bedeutung verlieren würden. Trojaner in Smartphones sind allerdings bisher kein großes Problem. Eine Umfrage im Publikum zeigte einerseits, dass keiner der Smartphonebesitzer je einen Trojaner hatte und andererseits, dass ein Viertel der Hacker noch immer auf die Nutzung von Smartphones verzichtet.

Location Based Spam hat sich wider Erwarten auch nicht durchgesetzt. Ursprünglich dachten die Hacker, Bluetooth würde als Träger genutzt werden. Dem geben sie jetzt allerdings keine Chance mehr. Auch mit NFC-Spam rechnen sie nicht mehr.

Hacks im Internet sind jetzt Normalität

Stellenmarkt
  1. Lachmann & Rink GmbH, Freudenberg und Dortmund
  2. Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH, Köln

In ihrem sogenannten Internet-Normalitäts-Update betonen Ron und Rieger, wie billig es mittlerweile ist, jemandem zu schaden. Hacks von Webseiten kosten gerade einmal 9,99 US-Dollar. Auch in diesem Marktumfeld sind Schwellenpreise offenbar notwendig. Das Konto einer Person gibt es für 80 bis 700 Dollar und den Root-Zugang zu einem Regierungsserver für schlappe 499 US-Dollar.

Überrascht waren die beiden Hacker von einem neuen Berufsfeld, das sie in den vergangenen Security Nightmares nicht vorausgesagt hatten: Strohmänner im Internet. Ein Krimineller kauft nicht direkt in den Webshops mit seiner geklauten Kreditkartennummer ein, die er übrigens für 2 bis 99 US-Dollar bekommt, sondern lagert zum Verwischen der Spuren das Ganze zu einem Strohmann aus. Der Dienst ist auch recht günstig zu haben. Einen Internetstrohmann gibt es schon für 100 US-Dollar.

Zur "Internetnormalität" gehört auch die Verbreitung von Schadsoftware. In Deutschland soll es zwischen 350.000 und 500.000 sogenannter Zombie-PCs geben und fast jeder dritte EU-Bürger hatte im Jahr 2010 mit Schadsoftware zu kämpfen. Zudem wiesen Ron und Rieger darauf hin, dass es pro Woche eine erfolgreiche Behördenattacke gibt.

Welcher Webshop und welches Flirtportal wird als Nächstes gehackt? 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 58,99€
  2. 99,90€
  3. 399€ (Wert der Spiele rund 212€)
  4. ab 225€

Amüsierter Leser 02. Jan 2012

Geben wir dem Jahr noch eine Chance, aber in jedem Fall ein sehr würdiger Kandidat...

Xstream 01. Jan 2012

bei dem modell um das es ging hat er es gezeigt indem er das heizelement mit einer...

as (Golem.de) 01. Jan 2012

Hallo, Jupp. ;) Nee und ich war zu dem Zeitpunkt auch noch vergleichsweise weit entfernt...

PCAhoi 31. Dez 2011

so, jaaaaaaaaaaaaaaaa. Das war dann die Jahresabschlußrede. Allen einen guten Flutsch und...


Folgen Sie uns
       


Shadow Ghost - Test

Wir testen die Streamingbox Shadow Ghost und finden Bildartefakte und andere unschöne Fehler. Der Streamingdienst hat mit der richtigen Hardware aber Potenzial.

Shadow Ghost - Test Video aufrufen
P30 Pro im Kameratest: Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera
P30 Pro im Kameratest
Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera

Huawei will mit dem P30 Pro seinen Vorsprung vor den Smartphone-Kameras der Konkurrenez ausbauen - und schafft es mit einigen grundlegenden Veränderungen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huawei-Gründer "Warte auf Medikament von Google gegen Sterblichkeit"
  2. 5G-Ausbau Sicherheitskriterien führen nicht zu Ausschluss von Huawei
  3. Kritik an Eckpunkten Bitkom warnt vor deutschem Alleingang bei 5G-Sicherheit

Passwort-Richtlinien: Schlechte Passwörter vermeiden
Passwort-Richtlinien
Schlechte Passwörter vermeiden

Groß- und Kleinbuchstaben, mindestens ein Sonderzeichen, aber nicht irgendeins? Viele Passwort-Richtlinien führen dazu, dass Nutzer genervt oder verwirrt sind, aber nicht unbedingt zu sichereren Passwörtern. Wir geben Tipps, wie Entwickler es besser machen können.
Von Hanno Böck

  1. Acutherm Mit Wärmebildkamera und Mikrofon das Passwort erraten
  2. Datenschutz Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext
  3. Fido-Sticks im Test Endlich schlechte Passwörter

Swobbee: Der Wechselakku kommt wieder
Swobbee
Der Wechselakku kommt wieder

Mieten statt kaufen, wechseln statt laden: Das Berliner Startup Swobbee baut eine Infrastruktur mit Lade- und Tauschstationen für Akkus auf. Ein ähnliches Geschäftsmodell ist schon einmal gescheitert. Dieses kann jedoch aufgehen.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Elektromobilität Seoul will Zweirad-Kraftfahrzeuge und Minibusse austauschen
  2. Rechtsanspruch auf Wallboxen Wohnungswirtschaft warnt vor "Schnellschuss" bei WEG-Reform
  3. Innolith Energy Battery Schweizer Unternehmen entwickelt sehr leistungsfähigen Akku

    •  /