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Zoran Zaric
Zoran Zaric (Bild: Zoran Zaric)

Bup: Git für besonders kleine Backups - auch bei VMs

Einer der Entwickler von Bup hat den Hackern in Berlin ein Backupprogramm vorgestellt, das besonders effektiv arbeiten soll. Die Entwicklung von Bup befindet sich noch am Anfang, soll aber insbesondere beim Backup virtueller Maschinen viel Platz sparen.

Zoran Zaric stellte auf dem Chaos Communication Congress das Programm mit dem einfachen Namen Bup vor. Bup ist eine Abkürzung für Backup und soll genau das machen: Dateien für eine Sicherung kopieren.

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Bup ist in der Lage, große Dateien in sogenannte Chunks aufzusplitten. Damit ist es möglich, die Datei einer virtuellen Maschine oder große Datenbanken inkrementell zu sichern. Ein inkrementelles Backup verhält sich nach außen hin trotzdem wie ein volles Backup, nur ohne den Speicherplatz dafür zu belegen. Außerdem werden noch keine Metadaten gesichert. Die Arbeit daran soll aber fast fertig sein.

Über eine Funktion namens Inotify kann Bup Verzeichnisse direkt auf Veränderungen hin beobachten und im Änderungsfall sofort ein Backup durchführen.

Bup funktioniert auch auf Routern

Wer will, kann Bup auch direkt auf einem Router laufen lassen. Die Software ist für den Einsatz auf DD-WRT-Routern vorbereitet.

Gegenüber anderen Backupverfahren soll Bup Speicherplatz sparen, somit auch Transferzeit einsparen und trotzdem alte Snapshots behalten. In Tests von Zaric mit einem VM-Backup hat Bup ein rund fünf GByte großes Rsnapshot-Backup mit rund 2,2 GByte durchführen können. Ein Rsnapshot-Import reduzierte sich von 12,6 GByte auf 4,6 GByte. Zudem ist Bup so konstruiert, dass es auch bei Fehlern eines Datenträgers dank Paritätsinformationen noch Backups zurücktransferieren soll. Bup-Backups können zudem mit einem Fuse-Modul eingebunden werden, so dass laut Zaric jeder Dateimanager auf die Backups zugreifen kann.

Noch nicht für den produktiven Einsatz geeignet

Das Projekt steht noch am Anfang. Zaric warnt daher davor, das Backupsystem schon für kritische Aufgaben zu nutzen. Ein Restore-Befehl gehört beispielsweise noch zu den Neuerungen des Programms. Zudem gibt es eine neue GUI, die die Bedienung vereinfachen soll, erst einmal nur für KDE. Den Entwicklern fehlen zudem noch Windows- und OS-X-Anwender, die mithelfen. Für OS X ließe sich etwa inotify portieren, um auch dort in Echtzeit Dateiänderungen zu beobachten und zu sichern.

Viele noch fehlende Funktionen sollen aber kommen. Außerdem wollen die Entwickler weiter an der Geschwindigkeit des Backupprogramms arbeiten. Auch die Dokumentation soll noch verbessert werden. Momentan wird die Dokumentation von Entwicklern durchgeführt. Sie brauchen noch Hilfe von außen, damit die Dokumentation besser wird.

Das Projekt kann bei github.com/apenwarr/bup heruntergeladen werden. Große Teile sind in Python geschrieben. Besonders rechenintensive Teile liegen in C vor. Die Präsentation des Vortrags gibt es auf der Webseite von Zoran Zaric.

Nachtrag vom 31. Dezember 2011, 15:20 Uhr

Laut Zoran Zaric hat Bup kein Problem mit großen Dateien in Form von hoher Arbeitsspeicherbelastung und langsamer Geschwindigkeit. Es ist der Grund für Bup, denn Git hat bei diesen Dateien solche Probleme. Die Passage wurde im Text entsprechend gestrichen.


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Tautologiker 01. Jan 2012

Duplicati ist, soweit ich weiß, von der Idee her sehr ähnlich wie duplicity (aber...

vukoxx 31. Dez 2011

http://www.youtube.com/user/28c3?feature=watch#p/u/40/u_rOi2OVvwU

schasssstin 31. Dez 2011

Das habe ich mir auch gedacht, als ich damals angefangen habe, mit Virtualbox Snapshots...



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