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Warum Bogk nichts von der Anonymus-Aktion hält

Handelsblatt: Sie waren als Kunde von Stratfor ebenfalls Opfer der Hacking-Attacke. Welche Art der Dienstleistung haben Sie von Stratfor angefordert und warum?

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Bogk: Ich habe das reguläre Abonnement angefordert, um über die politische Weltlage gut informiert zu sein. Man bekommt dort viele Hintergrundinformationen, bevor sie in Zeitungen stehen. Der Spiegel zum Beispiel, die FAZ und auch andere Zeitungen sind da ebenfalls Kunden - auch die müssen ihre Hintergrundinformationen und Analysen irgendwo herbekommen. Ein Abonnement kostet nicht mehr als ein Handelsblatt-Abonnement und es gibt auch gelegentlich Rabatte. Und dafür gab es am Tag zwei bis drei Mails mit Analysen zur aktuellen weltpolitischen Lage.

Handelsblatt: Was halten Sie persönlich von der gesamten Aktion?

Bogk: Ich finde sie grenzwertig. Stratfor ist eine Organisation, die unabhängig berichtet. Wenn sich die Aktion gegen die CIA gerichtet hätte aus irgendeinem Grund, hätte ich das möglicherweise nachvollziehen können. Eine Aktion gegen eine eher neutral auftretende privatwirtschaftliche Organisation verstehe ich nicht. Die Millionenspende an gemeinnützige Organisationen ist auch etwas, was nach hinten losgehen wird, weil mindestens die Arbeit, wenn nicht sogar noch Kosten für Rückbuchungen, bei den gemeinnützigen Organisationen hängen bleiben. Ich halte davon wenig.

Handelsblatt: Wie wird Anonymous in der deutschen Hacker-Szene, insbesondere beim Chaos Computer Club, gesehen?

Bogk: Es ist ja keine einheitliche Organisation. Ein großer Vorteil von Anonymous ist die Anonymität. Wenn man sich beispielsweise Projekte wie Wikileaks ansieht, erkennt man, dass diese letztlich daran zerbrochen sind, dass Leute im Rampenlicht standen und deren Ego ihnen im Weg stand. Auch der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning wurde letztlich gefasst, weil sein Ego zu groß war und er mit seinen Informationen protzen musste. Aktionen einfach als Anonymous durchzuführen und auf den Ruhm als Privatperson zu verzichten, erhöht die Chance, mit politisch brisanten Aktionen auch erfolgreich zu sein.

[Das Interview erschien zuerst beim Handelsblatt Online]

 Andreas Bogk: "Die Website war schlicht schlecht gesichert"
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Dhakra 04. Jan 2012

Selbst so eine billige "Verschlüsselung" wie: $cryptMe = str_replace('1', 19...

boecko 03. Jan 2012

hups % curl -i http://www.ccc.de HTTP/1.1 200 OK Date: Tue, 03 Jan 2012 09:02:20...

dependent 31. Dez 2011

Der CCC ist der Tod oder der CCC ist tot?


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