Abo
  • Services:

Chrome-Entwickler: Mozilla ist Googles Partner, nicht Googles Konkurrent

Der neue Vertrag zwischen Mozilla und Google hat in einigen Medien zu teilweise merkwürdigen Darstellungen geführt. Denen treten Google in Form von Chrome-Entwickler Peter Kasting und Mozilla-Sprecher Asa Dotzler entgegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Google profitiert von Firefox.
Google profitiert von Firefox. (Bild: Mozilla)

Google entwickelt Chrome hauptsächlich aus einem Grund: um das Web so schnell wie möglich voranzubringen, schreibt Chrome-Entwickler Peter Kasting. Dabei spiele es keine Rolle, ob Chrome "tonnenweise Nutzer" hat oder ob das Web besser wird, weil andere Browserhersteller ihre Software schneller weiterentwickeln.

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Heilbronn
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt

Und genau darin liege auch der Grund, weshalb Google Mozilla finanziell unterstützt. Wie Google gehe es Mozilla darum, das Web besser zu machen, und sie setzen ihre Ressourcen ein, um einen großartigen Open-Source-Browser zu entwickeln. Chrome sei nicht für jeden die richtige Lösung und Firefox daher ein wichtiges Produkt, das dank anderer Designentscheidungen eine andere Zielgruppe zufriedenstellt. Er, Kasting, sei einst von Google allein aus dem Grund eingestellt worden, um an Firefox zu arbeiten.

Googles Erfolg sei eng mit dem Erfolg des Web verknüpft. Je häufiger Menschen Dinge im Web erledigen, je mehr Geld verdiene Google. Daher reiche es vollkommen aus, wenn Chrome dafür sorge, dass das Web besser wird, ohne selbst für direkte Einnahmen zu sorgen.

Im Fall von Firefox zieht Google aber auch einen direkten Nutzen aus der Kooperation: Denn wenn Nutzer eine Suchanfrage in Firefox eintragen, landen sie auf Googles Suchmaschine und klicken ab und an Werbung an, woran Google direkt verdient, räumt Kasting ein, besteht aber darauf, dass Google damit nicht einen Konkurrenten finanziere, sondern einen Partner.

Mozilla-Sprecher Asa Dotzler argumentiert etwas anders und betont vor allem Googles direkten Nutzen aus der Partnerschaft: Google bezahle sogenannte "Traffic Acquisition Cost", kaufe sich also Nutzer, um mit diesen über Werbung Geld zu verdienen. Es sei keinesfalls so, dass Google Geld an Mozilla spende, vielmehr erhalte Google für sein Geld eine direkte Gegenleistung. Und dieses Geschäft macht Google nicht nur mit Mozilla, auch mit Opera und Apple unterhält Google entsprechende Verträge.

Dotzler geht aber noch einen Schritt weiter und verteidigt ganz allgemein das Modell der Werbefinanzierung im Web: "Es ist ein gutes Modell, auf dem zugleich ein großer Teil des Web basiert." Falle die Werbefinanzierung weg, so Dotzler, gebe es mit Sicherheit weniger tolle Sachen im Internet, und für das, was übrig bleibt, "müssten wir Abogebühren zahlen".



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. (Prime Video)

Seitan-Sushi-Fan 27. Dez 2011

So wie mit deren activeX-abklatsch native Client.... Von der Markt -Macht vielleicht...

Yeeeeeeeeha 27. Dez 2011

Wenn das wie ist? Im Artikel steht, Google macht mit Mozilla Geschäfte, indem die...


Folgen Sie uns
       


Xbox E3 2018 Pressekonferenz - Golem.de Live

Große Gefühle beim E3-2018-Livestream von Microsoft: Erlebt mit uns die Ankündigungen von Halo Infinite, Gears 5, Sekiro, Cyberpunk 2077 und vielem mehr.

Xbox E3 2018 Pressekonferenz - Golem.de Live Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

    •  /